Der bisher ereignisreichste Tag unseres Bauprojekts, daher auch nur die Highlights:
05:30 Anreise auf der Baustelle, es regnet (mal wieder – aber irgendwie will man sich nicht daran gewöhnen)! Der Kranfahrer hat gerade damit begonnen, sein Arbeitsgerät in Position zu bringen. Wir kommen gerade noch rechtzeitig, damit er den Kran nicht auf dem Gehweg abstützt, der dafür wohl nicht tragfähig genug ist.
Die ersten beiden LKWs fahren vor, in minutenschnelle wird eine kleine “Flutlichtanlage” installiert. Alle wuseln durcheinander wie in einem Ameisenhaufen, jeder ist mit irgendwas beschäftigt, was wohl irgendwie mit dem Hausaufbau zu tun hat. Viel geredet wird zu dieser frühen Morgenstunde nicht, aber irgendwie scheint es eine geheime Kommunikation zu geben, hier ein Handzeichen, da ein kurzer Ruf. Ich habe noch nicht mal erfasst, wem die Meldung galt, da widmet sich der “Zeichengeber” schon wieder einer anderen Tätigkeit, die “Message” ist offensichtlich angekommen – komme mir vor wie ein Alien, der eben eine völlig fremde Lebensform entdeckt hat.
06:13 Vorhang auf, die Plane des ersten LKW wird vom Kran abgehoben, die Show beginnt. Jede Menge “Material”wird abgeladen und an verschiedenen Stellen auf der Kellerdecke platziert oder im “Treppenhausloch” versenkt.

06:41 Die erste Wand (mit Hautür) steht!

07:57 Alle Wände im EG stehen, die Kellertreppe wird eben mal in Nachbars Hof “geparkt”. Einfach klasse, wenn man so verständnisvolle Nachbarn hat – ich hoffe, wir können uns irgendwann dafür revanchieren. Claudi fährt los, um sich um das “Catering” für unsere Handwerker zu kümmern.

08:47 Kaffee und Co. stehen bereit, die EG-Decke wird fertiggestellt und dann haben sich die Handwerker ihre Pause wirklich verdient. Das Wetter ist wechselhaft, soll heißen es wechselt zwischen viel und wenig Regen. Wir nutzen die Pause, um uns drinnen mal ein wenig umzusehen.

Genauso rasant, wie beim EG geht’s mit dem DG weiter, obwohl wir abgesehen vom Kaffeenachschub organisieren eigentlich nichts zu tun haben, bekomme ich irgendwie gar nicht alles mit, der Treppeneinbau hätte mich z.B. interessiert, irgendwann waren beide drin, Pech gehabt. Apropos Kaffeenachschub, da hatten wir dann doch kurzfristig Stress: Claudi hatte die zweite Fuhre gekocht und dann war beim Transport die Thermoskanne umgekippt und der Kaffee lief im ganzen Kofferaum rum. Während Claudi sich dann um Kaltgetränke und Snacks gekümmert hat, bin ich wieder heimgefahren, um zum einen neuen Kaffee zu holen, und zum anderen den Kaffee aus dem Kofferraum wieder rauszukriegen. Das meiste hatten die Matten aufgesaugt, die ich dann abgebraust hab’, aber ich vermute, dass da noch eine “Notration” in der Reserveradmulde zurückgeblieben ist, jedenfalls riecht es nach frischem Kaffee (morgen wahrscheinlich nach altem), sobald man den Kofferraum öffnet.
Kleiner Lichtblick: Der Regen ist etwas schwächer geworden.
13:52 Das letzte Dachteil schwebt (bei schwachem Nieselregen) ein. Jetzt ist das Haus regendicht und die Handwerker machen erstmal Mittagspause. Wenige Minuten später schüttet es wieder wie aus Eimern. Wir nutzen die Pause wieder für einen Rundgang.

16:26 Interessantes Highlight für die Zuschauer der Kamin wird gesetzt. Es regnet immer noch in Strömen, obwohl für den Nachmittag eigentlich besseres Wetter angekündigt war.

19:20 Wir verlassen die Baustelle – nass, aber glücklich! Morgen sind Stefan und Sylvi dran, hoffentlich mit besserem Wetter.
