Archiv für den 04. Mai 2008

Freibadsaison eröffnet :-)

Sonntag, 04. Mai 2008 (Claudi)

Ausser Jörg, der noch 2 Netzwerkkabel eingezogen hat, haben wir anderen die Baustelle heute nicht gesehen. Stefan musste arbeiten und Sylvi und ich haben in Tübingen die Freibadsaison eröffnet, da das örtliche Schwimmbad noch nicht geöffnet hat.

Unsere Pflichtstunde haben wir im kühlen Nass abgeschwommen – der 2. Gang kurz vor der Heimfahrt fiel deutlich kürzer aus, da wir das Gefühl hatten, in Spachtelmasse zu schwimmen – alles so schwergängig und gefühlsmässig kaum von der Stelle kommend.

Alles in allem spüren wir den Samstag deutlich in allen Knochen – der Gewöhnungseffekt an körperliche Arbeit lässt leider wohl noch eine Weile auf sich warten :-(

Wir lernen spachteln

Sonntag, 04. Mai 2008 (Claudi)

Samstag: morgens nach der Baustellenbesichtigung und dem üblichen “Fenster aufreiss”-Rundgang machten sich die Herren der Schöpfung auf den Weg zum Baumarkt, um das erforderliche Material zu kaufen, während Sylvi und ich begannen, die Garage zu entrümpeln. Sehr weit sind wir damit nicht gekommen, weil wir recht schnell in ein Schwätzchen mit Nachbars vertieft waren, welches dann in eine Haus- und Gartenführung mündete. Also kurz gesagt: wir hatten eigentlich noch nicht arg viel getan, bis die Männer wieder auftauchten.

Als erstes lernten wir von Jens, wo überall Metallkanten anzubringen sind, wie man sie mit der Blechschere zuschneidet und dass man sie geschickterweise antackert.

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Dann erfuhren wir, wie man die Spachtelmasse ohne großen Aufwand und Maschinenpark von Hand ansetzt: einfach Wasser in einen Eimer (am besten alter Farbeimer, weil der unten gute Kanten hat und keine Rundungen – kriegt man nach jeder Runde wieder sehr gut sauber) füllen, Gips mit der Kelle einstreuen, so dass es keine Klumpen gibt. Solange einstreuen, bis der eingestreute Gips gerade so an der Oberfläche zu sehen bleibt. Dann das Ganze eine Zigarettenlänge stehen lassen – aha: wie berechnet man das als Nichtraucher? ;-).

Schliesslich alles gut mit der Kelle durchrühren und fertig. Das war der leichteste Teil der ganzen Spachtelei!

0305_spachtelmasseanruhren.jpg

Dann also mit der Kelle die Spachtelmasse auf die Traufel (aha: neues wichtiges Wort gelernt!!) befördern, so dass man ein akkurates Häufchen in der Mitte sitzen hat, etwas mehr als auf dem folgenden Bild:

0305_traufel.jpg

Nun ganz elegant (wenn man’s kann wirkt es tatsächlich so!) die Masse quer zu den Fugen auftragen, um diese zu füllen, dann mit der Traufel abziehen und anschliessend ein Glasfaserband einlegen.

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Dieses wieder mit Spachtelmasse bedecken und glattziehen. Dazwischen immer wieder die Traufel saubermachen. Das macht sich tatsächlich bezahlt! Anfangs waren wir vermutlich mehr mit Kelle säubern als mit spachteln beschäftigt, weil man sich das Zeug wirklich überall hinschmierte. Auch die bei Jens so flüssig und leicht wirkenden Bewegungen stellten sich bei uns anfangs recht unbeholfen und eckig bis linkisch dar. Aber mit der Zeit wurde es immer besser, zwar noch kein Vergleich zum “Chef”, aber doch so, dass es nicht mehr ganz so mühselig war. Die Motivation wurde durch mehrere Hektoliter Kaffee und einem Stückchen Marmorkuchen zwischendurch immer mal wiederbelebt.

Sylvi und ich haben uns zuerst weiter um die Anbringung der Metallschienen im DG gekümmert, während aus dem EG immer mal wieder von den Spachtlern kleine Missfallensbekundungen zu hören waren.
Gegen halb vier machten wir dann auf der Terrasse “Mittagspause” mit leckerem Chilli, das Sylvi mitgebracht hatte – Stefan schob noch ein kurzes “fast Nickerchen” ein:

0305_nach_der-arbeit_sollst_du_ruhn.jpg

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Nach der Pause spachtelten dann auch Sylvi und ich im DG drauf los – natürlich mit den gleichen Problemen wie die Männer (Masse plumpst von der Traufel, zuviel oder zu wenig Material an der Wand, etc.) – aber auch wir fanden uns irgendwann in die Materie ein und es ging besser. Oberätzend sind die Gipskartonplatten, die zugeschnitten worden waren. Dort mussten wir erst die Plattenkanten anfasen, um sie überhaupt spachteln zu können. Desweiteren war bei der Installation der Wand wohl ein “Schrauben-Junkie” am Werk, der pro Platte gefühlsmässig 2000 Schrauben verbastelt hat – in der Tat recht unspassig, die alle zuzuspachteln! Dazu kommen ja noch die ganzen Klammern – uäh!

Abends (bevor die Glühbirne gegen 22:00 Uhr durchbrannte und wir das als Zeichen sahen, nach Hause zu gehen) sah es dann nach der ersten Runde Grobspachteln z.B. im Wohnzimmer so aus – mit den Decken haben wir uns übrigens noch überhaupt nicht befasst:

0305_nach_sder_ersten_grobverspachtelung.jpg

Da wie schon erwähnt nächste Woche die Estrichvorbereitungen laufen und von uns nix mehr herumstehen und -liegen sollte, glich unsere Abreise einem Auszug aus Ägypten!