Streichen, bohren, schnippeln, fegen

Mittwoch, 21. Mai 2008 (Claudi)

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Kaddi machten wir uns gegen 10:00 Uhr auf zur Baustelle. Nach einer ausgiebigen Führung durch beide Häuser, bei der selbstverständlich wieder alle Fenster aufgerissen wurden, um “Stosszulüften”, begannen Kaddi und ich die zwei restlichen Kellerräume mit Tiefengrund zu streichen, während Jörg die übliche Baumarkttour in Angriff nahm um unter anderem Folgendes einzukaufen: Malerwaschbecken, Wasserhahn (es wurde ein süßes kleines improvisiertes Wasserhähnchen), noch mehr Tiefengrund, Wandfarbe, etc. Davor hatten wir natürlich erstmal wieder tonnenweise Utensilien aus dem Dachspitz heruntergeholt und in der “Badewanne” bzw. “Duschwanne” eingelagert (also im vom Estrich ausgesparten Bereich).

Wir zwei Mädels klecksten fröhlich im Keller herum und sparten auch bei uns selbst nicht mit Tiefengrund, insbesondere dann nicht, als wir die Decke bearbeiteten. Leider erinnert das Material sehr an Sprühpflaster, wenn es erstmal trocken ist, dementsprechend sehen dann auch die unbehandschuhten Hände aus: alles klebt und mit der Zeit wird diese klebrige Schicht schwärzlich. Irgendwie hatte ich das verdrängt, denn plötzlich kam mir das dann alles doch wieder bekannt vor: man wird sich nun wohl vier bis fünf Tage mit diesem Zustand abfinden müssen.

Jörg bastelte währenddessen das Waschbecken in die Waschküche, nachdem er zuvor sämtliche zukünftigen Lampen mit Fassungen und Birnen ausstaffiert hatte – wir haben jetzt also überall Licht!

2105_waschbecken.jpg

Nachmittags machten wir einen Abstecher nach Hause, um uns Kaddis leckere Gulaschsuppe reinzupfeifen, den Kaffeepegel wieder auf ein hohes Niveau zu hieven, um dann wieder auf die Baustelle zu fahren.

Dort widmeten wir uns der am Boden überstehenden Folie, die wir mit dem Teppichmesser in allen Räumen abgeschnippelt haben:

2105_folieschnippeln.jpg

Am Schluss wussten wir nicht, was schmerzhafter war: die durchgerutschten Knie (wir haben ja schliesslich das ganze Haus abgerobbt) oder der dauernd gebeugte Rücken, weil der Besen so einen kurzen Stiel hatte…

Gegen 18:30 Uhr konnten wir uns dann nicht mehr dazu aufraffen, noch mit der Spachtelei zu beginnen, sondern beendeten den Arbeitseinsatz.

Kürzlich habe ich noch folgendes gesehen und dachte: das haben wir aber doch besser hingekriegt! Unsere Dämmung liegt eigentlich fast komplett im Wasser und ist nicht annähernd so schief wie das folgende Beispiel – wobei das auf dem Bild echt viel harmloser aussieht, als es in Wirklichkeit ist:

2105-schiefedammung.jpg

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