Archiv für Mai 2008

Bauhund an Bord

Samstag, 31. Mai 2008 (Claudi)

Aufgrund von gesundheitlichen Problemen bei meiner Mom haben wir seit Freitagabend vorübergehend ein neues Familienmitglied:

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Haskia, unser “Bauhund” ist abends genauso im Eimer wie wir – sie spachtelt zwar nix, aber da sie in ihrem eigentlichen Zuhause nur auf eine Person aufpassen muss, kommt sie natürlich auf der Baustelle mit so vielen Leuten aus dem Konzept. Also ist sie den ganzen Tag damit beschäftigt, treppauf und treppab zu rennen, um zu schauen, was ihre “Herde” tut – sie wäre sicher ein super Hütehund. Wir werden sie in dauerhafter Erinnerung behalten, da sie gerade ziemlich haart und wir irgenwann auch ein paar Haare mitverspachtelt haben ;-)

Zuhause ist unsere komplette Aufmerksamkeit nun auf Baustelle und Hund konzentriert – und zwar schon ab sechs Uhr morgens, wenn wir von zwei erwartungsfohen Augen “wachgestarrt” werden. War zwar total schön, um halb sieben spazierenzugehen, aber am Wochenende ein bisschen länger zu schlafen wäre auch ganz nett gewesen!

Halbzeit (?) bei den Gipsern/Malern

Dienstag, 27. Mai 2008 (Claudi)

Die komplette Nordseite der beiden Häuser ist verputzt und der Ostgiebel bei Sylvi und Stefan ebenfalls – also eigentlich könnten die Maler/Gipser morgen fertig werden, wenn sie in diesem Affenzahn weiterarbeiten. Ich hoffe, das Wetter hält noch so lange!

Jörg war heute nochmal in Spachtellaune und hat eine Wohnzimmerwand fertiggespachtelt, so dass wir am WE mal mit der Putzgrundierung herumexperimentieren können – endlich mal was anderes!!! Aber leider nur an dieser einen Wand…

Eigens dafür (Feinspachtel) wurde eine große Traufel angeschafft – ist dafür halt auch entsprechend schwer…

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Die PV bei Sylvi und Stefan ist auch fertig installiert (zumindest auf dem Dach):

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Der Tag nach…

Montag, 26. Mai 2008 (Claudi)

… einem durchspachtelten Wochenende, das aus jeweils zwei 12-Stunden Arbeitstagen bestand und das uns ziemlich schwere Arme (oh – Schmerz) und manchen von uns auch Blasen an den Händen verschaffte. Die kamen hauptsächlich davon, dass wir vom Grobspachteln die ganzen Wülste und Nasen abkratzten, was doch auch mit Kraftaufwand verbunden und sehr zeitraubend war. Wir trafen dabei ja auf die “Erstlings-Spachtelarbeiten”, als wir noch teilweise etwas (zu) großzügig mit dem Material umgegangen waren…

Wir haben aber wirklich eine Menge geschafft, Kaddi und Birgit haben zwei Tage voll durchgehalten und liessen sich nicht entmutigen (obwohl unser Allgäu-Besuch nach diesem Wochenende bei geschlossenen Augen nur noch Löcher in der Decke sieht, die noch zugespachtelt werden müssen). Selbstverständlich wurde am 2. Tag dann auch noch im Echthaus gespachtelt – immer schön die Reihenfolge einhalten ;-)

Ich schätze nochmal 2 Tage Grobspachteln, dann dürften wir im ganzen Haus zum Feinspachteln kommen. Ob das “witziger” wird wage ich ja noch zu bezweifeln.

War ich froh, dass ich heute frei hatte! Bin zwar früh morgens mit Jörg aufgestanden und war kurz auf der Baustelle zum Lüften und noch ein paar Utensilien verstauen, musste mich dann aber nach dem Abarbeiten der am Wochenende liegengebliebenen heimischen Haushaltstätigkeiten nochmal für drei Stündchen auf’s Ohr hauen. Normalerweise kann ich tagsüber nicht schlafen, aber heute war ich in Null Komm Nix weg vom Fenster… nachmittags dann noch schnell den Rasen gemäht – ui, war der hoch, ich hätte mir auch eine Kuh leihen können!

Bei Sylvi und Stefan wurde heute ca. die Hälfte der Photovolatik-Paneele installiert, denke, das wird morgen fertig und dann können die beiden wahrscheinlich schon einspeisen.

Gegen 18:00 Uhr waren wir nochmal vor Ort, da trafen gerade auch die Maler/Gipser ein, die ab morgen mit dem Verputzen der Häuser beginnen werden. Wir freuen uns schon darauf, wenn das Gerüst wegkommt, und man dann auch mal “normal” ums Haus laufen kann.

Zur Abwechslung spachteln wir heute mal

Samstag, 24. Mai 2008 (Claudi)

…mit tatkräftiger Unterstützung von Kaddi und Birgit im Übhaus, während Sylvi und Stefan von Jens, Sylvis Eltern und Onkel unter die Arme gegriffen wurde.

Kaddi machte uns immer den Spachtelbrei an – verschiedenste Konsistenzen ;-)

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Börgi fast als “Häslein in der Grube” Kanten in der Dusche an – bisschen ein Ätzgeschäft…wir lieben es alle:

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Jörg testet sein Gerüst und spachtelt das Treppenhaus:

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Kaddis Mitbringsel…

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…wird von allen gestestet und für gut befunden, nichtsdestotrotz muss der ganze Haufen schon beobachten, wie der Nachbar seinen Wohnwagen einparkt (man kann ja gleichzeitig essen und gucken) – an dieser Stelle auch besten Dank an die netten Topfverleiher, unser Töpfle wäre doch ein bisschen klein gewesen ;-)

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…solche Gäste sind mir die liebsten: arbeiten und spülen obendrein auch noch Geschirr!

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Ein weiterer Besucher (Gruß an Andy) machte einen Zwischenstopp und eine kleine Hausbesichtigung, wollte aber die freundliche Einladung zum Spachteln nicht annehmen ;-)

Spachtelbeurteilung

Donnerstag, 22. Mai 2008 (Claudi)

Was denkt ihr euch bei soch einem Anblick?

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Also ich dachte, da ist jemand durchs Haus spaziert und hat unsere Spachtelei besichtigt und beurteilt – leider gab es nur immer diese schlechten Noten (Minus).

Irgendwann habe ich das Minus auch an von uns unbearbeiteten Platten gesehen und dachte “ok, vielleicht ist an der Platte etwas nicht in Ordnung” – konnte aber dann eigentlich keinen Fehler daran erkennen. Irgenwann fing Jörg an, die Höher der “Minusse” (wie lautet hier wohl die korrekte Mehrzahl? Ich erinnere mich gern an die Mehrzahl von “Wischmopp” – grins) auszumessen und es zeigte sich, dass sie alle in 1m Höhe angebracht waren – also offensichtlich eine Markierung für die Estrichleger und doch keine Beurteilung der Spachtelei ;-)

Ausserdem sind wir heute 2 Stunden mit unserer italienischen Speisekarte (Farbkärtchen für Lehmputz) durchs Haus gewandelt um unsere Vorauswahl zu überprüfen. Manches blieb gleich, manches erwies sich an den ausgedachten Stellen als zu dunkel oder im entsprechenden Licht doch irgenwie nicht mehr so schön. Stand heute wird es Töne wie “Pasta1″, “Moca1″, “Coco1″, “Mandarino1″, “Cipolla9″, “Spinaci8″ und “Al Gusto6″ geben. Lecker :-)

Streichen, bohren, schnippeln, fegen

Mittwoch, 21. Mai 2008 (Claudi)

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Kaddi machten wir uns gegen 10:00 Uhr auf zur Baustelle. Nach einer ausgiebigen Führung durch beide Häuser, bei der selbstverständlich wieder alle Fenster aufgerissen wurden, um “Stosszulüften”, begannen Kaddi und ich die zwei restlichen Kellerräume mit Tiefengrund zu streichen, während Jörg die übliche Baumarkttour in Angriff nahm um unter anderem Folgendes einzukaufen: Malerwaschbecken, Wasserhahn (es wurde ein süßes kleines improvisiertes Wasserhähnchen), noch mehr Tiefengrund, Wandfarbe, etc. Davor hatten wir natürlich erstmal wieder tonnenweise Utensilien aus dem Dachspitz heruntergeholt und in der “Badewanne” bzw. “Duschwanne” eingelagert (also im vom Estrich ausgesparten Bereich).

Wir zwei Mädels klecksten fröhlich im Keller herum und sparten auch bei uns selbst nicht mit Tiefengrund, insbesondere dann nicht, als wir die Decke bearbeiteten. Leider erinnert das Material sehr an Sprühpflaster, wenn es erstmal trocken ist, dementsprechend sehen dann auch die unbehandschuhten Hände aus: alles klebt und mit der Zeit wird diese klebrige Schicht schwärzlich. Irgendwie hatte ich das verdrängt, denn plötzlich kam mir das dann alles doch wieder bekannt vor: man wird sich nun wohl vier bis fünf Tage mit diesem Zustand abfinden müssen.

Jörg bastelte währenddessen das Waschbecken in die Waschküche, nachdem er zuvor sämtliche zukünftigen Lampen mit Fassungen und Birnen ausstaffiert hatte – wir haben jetzt also überall Licht!

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Nachmittags machten wir einen Abstecher nach Hause, um uns Kaddis leckere Gulaschsuppe reinzupfeifen, den Kaffeepegel wieder auf ein hohes Niveau zu hieven, um dann wieder auf die Baustelle zu fahren.

Dort widmeten wir uns der am Boden überstehenden Folie, die wir mit dem Teppichmesser in allen Räumen abgeschnippelt haben:

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Am Schluss wussten wir nicht, was schmerzhafter war: die durchgerutschten Knie (wir haben ja schliesslich das ganze Haus abgerobbt) oder der dauernd gebeugte Rücken, weil der Besen so einen kurzen Stiel hatte…

Gegen 18:30 Uhr konnten wir uns dann nicht mehr dazu aufraffen, noch mit der Spachtelei zu beginnen, sondern beendeten den Arbeitseinsatz.

Kürzlich habe ich noch folgendes gesehen und dachte: das haben wir aber doch besser hingekriegt! Unsere Dämmung liegt eigentlich fast komplett im Wasser und ist nicht annähernd so schief wie das folgende Beispiel – wobei das auf dem Bild echt viel harmloser aussieht, als es in Wirklichkeit ist:

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Wattwürmer im Tropenhaus

Sonntag, 18. Mai 2008 (Claudi)

Da Jörg heute morgen arbeiten musste war ich auch schon früh wach und bin dann natürlich schnurstracks auf die Baustelle geeilt – heute darf man ja wieder rein :-)

Als erstes erblickte ich beim Öffnen der Garage für meine Begriffe recht viele kleine Krater auf dem Boden – ähnlich den Wattwurmlöchern am Strand. Optisch nicht besonders attraktiv – werde gleich mal bei WeberHaus nachhaken, woher das kommt und ob/wie sich das bereinigen lässt.

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Je weiter ich im Haus nach oben kam, desto wärmer und feuchter wurde es, also im DG hätten wir problemlos mit dem Amazonas-Haus der Wilhelma konkurrieren können.

Inzwischen weiss ich auch, dass die Estrichleger die gekippten Fenster im DG wohl vom Gerüst aus zugezogen hatten, denn die Fenster waren nicht verriegelt – die bereits am Mittwoch bemäkelten Fusstapfen sind nur ganz oberflächlich gewesen – also kein Problem!

Im oberen Bad kriegt man inzwischen einen Eindruck, wie alles mal sein wird:

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In der Küche ist man es gar nicht gewöhnt, einfach normal laufen zu können, ohne über Rohre und Kabel hüpfen zu müssen:

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Auch im Treppenhaus hatte man sich schon so daran gewöhnt, dass die jeweils untersten Stufen (mangels Estrich) extrem hoch waren – das Betreten war schon in Fleisch und Blut übergegangen, so dass es einem jetzt, wo alles passt, schon richtig komisch vorkommt und man beim Treppe runtergehen fast zusammengestaucht wird, wenn plötzlich unerwarteterweise der Boden erreicht ist.

Im Garten beginnt die Flora, sich ihr ehemaliges Territorium wieder zurückzuerobern:

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Und im alten Garten blüht die Tamariske wunderschön:

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Farben über Farben

Samstag, 17. Mai 2008 (Claudi)

Heute waren wir unterwegs, um uns Farbkarten zum Thema Lehmputz zu organisieren.  Du meine Güte, da kommt man ja vom 100sten ins 1000ste!

Jedenfalls haben wir uns nun für 20 EUR Pfand die Karten ausgeliehen, die Farben lesen sich eher wie die Speisekarte beim Italiener – es gibt Farbtöne wie “Spinaci” “Pasta” “Cipolla” “Al Gusto”, etc.

Immerhin sind wir uns nach 2 stündiger Betrachtung schon grundsätzlich einig, wohin welche Farbe soll (was nicht bedeutet, dass schon die jeweilige Nuance feststeht – davon gibt es ja dann leider wieder zig Varianten…) – wohingegen das Thema Holzdecke immer wieder eine Diskussion auslöst.

Bei allen Themen bin ich jetzt schon auf das Endergebnis gespannt!

1000 Klammern vertackert

Freitag, 16. Mai 2008 (Claudi)

Heute war ich auf dem Heimweg zur Abwechslung mal alleine im Baumarkt, aber nur um Tackernadelnachschub zu besorgen, damit wir ab Sonntag wieder (zumindest theoretisch) weitermachen könnten. Auf der Packung habe ich gesehen, dass 1000 Klammern drin sind, was im Umkehrschluss bedeutet, dass wir bereits diese Menge vertackert haben. Da hält das Haus ja schon alleine dadurch zusammen ;-)

Natürlich komme ich (alleine oder mit Sylvi – mit Männerbegleitung ist es oft etwas schwierig – grins) in einem Baumarkt nicht umhin, auch die Pflanzenabteilung und die “KrimsKrams”-Ecke mit Kerzen und dem eigentlich unnützen aber doch ganz schönen Dekozeug zu besuchen. Musste ganz schön mit mir kämpfen, um nicht in einen Kaufrausch zu verfallen! Das erste Frühjahr seit langem, in dem ich nicht Töpfe und Tiegel mit blühenden Pflanzen (manchmal wird es leider ganz schnell auch zu Schneckenfutter) ausstaffiere. Aber wirklich sinnvoll ist es halt dieses Jahr tatsächlich nicht: zu Hause sehe ich es nicht, weil ich nicht oft da bin, im neuen Zuhause wäre es derzeit überall nur im Weg. Mal schauen, wenn das Gerüst abmontiert ist ziehe ich vielleicht doch noch los :-)

Das Ende vom Lied war, dass ich mich eine halbe Stunde mit Blütenduft und -farben vollgesogen habe, die Kerzen und Vasen bewunderte und mich dann seufzend, aber total vernünftig nur mit meinem Schächtelchen Tackernadeln an der Kasse anstellte… Ich hoffe, ich erfahre dafür noch eine entsprechende Würdigung!

Besichtigung von aussen

Donnerstag, 15. Mai 2008 (Claudi)

Da mir gestern Abend um halb sieben auf dem Heimweg radebrechend beigebracht wurde, das heute “Torr zumach” angesagt ist, es aber heute Abend auf dem Heimweg von der Arbeit wie aus Eimern geschüttet hat und ich nicht mit weisser Hose Dielenbretter wegtragen wollte, sind Jörg und ich vorhin doch nochmal auf die Baustelle rausgefahren.

Das Tor war (absichtlich) nicht ganz zu und der Spalt mit Dielen versperrt gewesen. Irgendwie hat das Tor aber offensichtlich nicht mehr so recht gewusst, wann es denn nun unten angekommen ist, denn jedesmal kurz vor Schluss ging es auf “Schleichfahrt” um unten anzustossen und sofort wieder aufzugehen. Nach mehreren Versuchen hatten wir es dann endlich zu.

Oben spähten wir von draussen zur Haustüre hinein und entdeckten Fussspuren im Estrich, die da eigentlich eher nicht hingehören – keine Ahnung, wer da schon drinrumgestakst ist! Man konnte nicht so recht beurteilen, ob die Abdrücke nur oberflächlich oder tiefer sind, wir wollten ja schliesslich nicht selbst drin rumtappen und weitere Spuren hinterlassen. Ich hatte mich heute früh schon gewundert, denn gestern Abend waren im DG noch die Fenster gekippt, die Handwerker putzten schon ihr Arbeitsmaterial und versuchten das Tor zu schliessen – sprich: sie hatten eigentlich offensichtlich ihre Arbeit beendet. Heute morgen waren die Fenster aber zu – wie schafft man es ohne Bodenkontakt die Fenster zu schliessen!?

Da uns die Neugier doch schon ziemlich umtrieb, sind wir auch noch auf das Gerüst gekrabbelt, um ins Dachgeschoss spähen zu können – wobei man da natürlich nicht wirklich viel sieht, wenn man durch mittlerweile ziemlich dreckige Scheiben ins schummrige Innere blickt.

Mehr gibt es nicht zu berichten – ich denke, am Sonntag können wir das erste Mal wieder ins Haus reinspazieren und das Ganze genauer unter die Lupe nehmen, gestern hat man nämlich auch was von “virr Tag” erwähnt…