Archiv für Mai 2008

Have a break…

Montag, 12. Mai 2008 (Jörg)

Jetzt kehrt für uns erst mal wieder etwas Ruhe ein, die Estrichleger kommen und somit ist für uns erst mal Zwangspause. Wenn ich ehrlich bin, bin ich darüber momentan gar nicht so unglücklich! Andererseits müssen wir danach richtig ranklotzen, schließlich haben wir auf Anfang August unsere Wohnung gekündigt und es gibt noch viel zu tun. Trotzdem wird uns die Pause gut tun, bevor wir dann unseren 5-wöchigen Baustellen”urlaub” antreten.

Heute haben wir nur noch Spachtelwerkzeug, Leiter und Gerüst weggeräumt – so leer war das Haus noch nie und wird es wohl auch nie wieder sein.  ;-)

Vom “Übhaus” ins “Echthaus”

Samstag, 10. Mai 2008 (Claudi)

…unser “running gag” zieht sich ja schon seit Beginn der Bauphase hin: oftmals wurden und werden Dinge auf unserer Seite des Grundstückes begonnen, weshalb Sylvi und Stefan dann meist erst bei uns mithelfen und wir dann später ins andere Haus wechseln. Aktuell geht’s dabei um’s Spachteln, sinngemäß wird in unserem Haus geübt, und wenn’s dann klappt ziehen wir ins andere Haus um und machen’s dort gleich von Anfang an perfekt. Wir unken schon herum, dass wir’s dann zwar können, dafür aber keine Lust mehr haben: sprich, das Endergebnis wird sich (hoffentlich) ähneln, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen ;-)

Heute war also “Echthaus”-Tag und es wurde dort gefast, Alu-Kanten angetackert und gespachtelt, was das Zeug hielt – der obligatorische Baumarktbesuch blieb natürlich auch nicht aus.

Auch der “Garten” von Sylvi und Stefan wurde heute eingewohnt: auf dem Gerüst bauten wir das Buffet auf und saßen idyllisch zwischen Butterblumen und Löwenzahn, Erdhügeln, Holzresten, Ziegeltürmen und Sandhaufen.

Jörg baute in beide Häuser eine Art herausnehmbaren Zwischenboden, so dass wir nun auch problemlos das Treppenhaus spachteln können – davor hatten wir nämlich bisher alle einen Höllenrespekt! Vom DG nach unten blickend sieht das nun so aus:

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Vom EG nach oben schauend so:

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Und hier der schon früher mal erwähnte Blick in den Apfelbaum – hoffentlich lässt der zukünftige Nachbar den stehen!

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Besuch aus Übersee

Donnerstag, 08. Mai 2008 (Claudi)

Unsere Küche wurde heute nochmals vermessen, ob denn nun auch alles von den Maßen und Anschlüssen her so ist wie es sein soll. War’s nicht 100%ig, aber auch nicht dramatisch anders – sprich, mit ein paar kleinen Änderungen wird alles nach Wunsch ausfallen.

Im OG sind zwecks Estrichaussparung die zukünftige Badewanne und die Dusche mit Gipskartonplatten abgeteilt, so dass auch hier zum ersten Mal ein Raumgefühl entstand. Vom Dachfenster aus blickte man direkt in die Krone eines wundervoll blühenden Apfelbaumes, hinter dem langsam die Sonne an einem herrlich eingefärbten Himmel unterging – fast schon kitschig romantisch, aber wirklich wunderschön!
Die WeberHäusler sind heute abgerückt, das Haus ist zum ersten mal wirklich leer gewesen. So langsam kann man sich alles vorstellen und ich glaube, es wird mal richtig schön!

Da Sylvi und Stefan sich nochmal zum Spachteln im “Übhaus” -unseres-  aufraffen wollten haben auch Jörg und ich uns nochmal aufgemacht. Als wir in Deckenpfronn um die Ecke bogen sahen wir, dass ein Luxemburger Auto vor der Hofeinfahrt stand. Es hat natürlich sofort geklingelt: Überraschungsbesuch aus Kanada!!! :-)

Wir stürzten ins Haus und tatsächlich stand Holger bei Sylvi und Stefan in unserer “Küche”. Wir haben uns riesig drüber gefreut und ihm einen Haufen Löcher in den Bauch gefragt – wir hatten uns seit 2002 nicht mehr gesehen. Natürlich gab es auch noch eine gratis Hausführung und wir diskutierten über alles möglich, was man in Deutschland so und in Kanada wieder ganz anders macht – Sylvi und Stefan haben die ganze Zeit schön weitergespachtelt, während Jörg und ich letzten Endes nicht wirklich viel gespachtelt, sondern mehr getratscht haben.

Auf jeden Fall ist die Überraschung geglückt – auf diesem Weg nochmal viele Grüße an Holger und natürlich auch an Ingrid! Immer und jederzeit gerne wieder, beim nächsten Mal können wir dann sicher auch einen Stuhl und was zu Trinken anbieten ;-)

Ein weiterer Spachtelabend ging ins Land

Mittwoch, 07. Mai 2008 (Claudi)

Die männliche Spachteltruppe war schon zugange, als ich gegen halb acht auch auf der Baustelle eintrudelte. Nachdem der heutige Tag irgendwie schon vom Aufstehen an nicht der meine war, habe ich beschlossen, dass Schrauben und Klammern verspachteln heute meinen Ansprüchen völlig genügt und man dabei eigentlich auch nix falsch machen kann (ausser sich vielleicht die nackten Zehen in den Sandalen zusammengipsen – was ich dann auch getan habe).

Während sich Jens mit der Decke im Wohnzimmer befasste, kämpften Jörg und Stefan mit dem Feinspachtel an den Wänden und versuchten, eine gleichmässige Oberfläche zu gestalten – ich gebe dazu erst ein Urteil ab, wenn es a) trocken ist und ich b) selbst mal feingespachtelt habe.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich ca. 2,5 Std lang im Schlafzimmer Schrauben verspachtelt habe – man erinnere sich an die Aussage zum Thema “Schrauben-Junkie”. Zeit geht eine Menge dabei drauf, Material war’s letztlich nicht mal eine Traufel voll.

Ich habe die Jungs gegen halb elf verlassen – kam mir dabei zwar ein bisschen schlecht vor, aber jetzt ruft die Dusche und dann das Bett, ausserdem muss das “Erascorant” schnell noch eine Erbsensuppe warm machen und dann wird die Nacht eh schon wieder kurz genug sein…

Gerüchte besagen, dass heute der Blower-Door-Test stattgefunden hat. Wenn wir es nicht zufällig in den Unterlagen der Handwerker gesehen hätten, hätten wir es gar nicht mitbekommen. Haben natürlich dann nachgefragt und die Info erhalten, dass wir darüber noch Protokolle zugeschickt bekommen.

Einbau Garagentor

Dienstag, 06. Mai 2008 (Claudi)

Zuallererst entbrannte eine heisse Diskussion bzgl. des Betonbodens (Höhenabweichung von linker Torseite zu rechter Torseite 0,6 cm). Die vorhandene Metallschiene, die als Abschluss dienen soll ist im Übrigen auch zu kurz – eine passende wird diese Woche noch von WeberHaus geliefert und angebracht.

Nachdem sich die Gemüter dann doch recht schnell wieder beruhigt hatten einigte man sich schließlich darauf, wer nun was wie installieren sollte. Unser Platz an der Decke war äusserst knapp für das Tor und ich hatte den Eindruck, es war eine ziemliche Fummelei, bis alles so saß, wie es sollte. Die ersten Aufhängungen mussten wieder abgeschraubt und durch längere ersetzt werden, so dass der Abstand Decke – Schiene größer wurde und das Tor nicht mehr streifte.

So sieht das “Tor” bei der Anlieferung aus – wie auch schon beim Haus in Einzelteilen:

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Das Tor wurde von unten nach oben zusammengesetzt:

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Fertig:

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Und so sieht’s komplett aus:

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Eine kleine Einweisung, wo was zu ölen ist, wie man notentriegelt, etc. habe ich bekommen, und natürlich auch gleich das Wichtigste: die Rechnung!

Freibadsaison eröffnet :-)

Sonntag, 04. Mai 2008 (Claudi)

Ausser Jörg, der noch 2 Netzwerkkabel eingezogen hat, haben wir anderen die Baustelle heute nicht gesehen. Stefan musste arbeiten und Sylvi und ich haben in Tübingen die Freibadsaison eröffnet, da das örtliche Schwimmbad noch nicht geöffnet hat.

Unsere Pflichtstunde haben wir im kühlen Nass abgeschwommen – der 2. Gang kurz vor der Heimfahrt fiel deutlich kürzer aus, da wir das Gefühl hatten, in Spachtelmasse zu schwimmen – alles so schwergängig und gefühlsmässig kaum von der Stelle kommend.

Alles in allem spüren wir den Samstag deutlich in allen Knochen – der Gewöhnungseffekt an körperliche Arbeit lässt leider wohl noch eine Weile auf sich warten :-(

Wir lernen spachteln

Sonntag, 04. Mai 2008 (Claudi)

Samstag: morgens nach der Baustellenbesichtigung und dem üblichen “Fenster aufreiss”-Rundgang machten sich die Herren der Schöpfung auf den Weg zum Baumarkt, um das erforderliche Material zu kaufen, während Sylvi und ich begannen, die Garage zu entrümpeln. Sehr weit sind wir damit nicht gekommen, weil wir recht schnell in ein Schwätzchen mit Nachbars vertieft waren, welches dann in eine Haus- und Gartenführung mündete. Also kurz gesagt: wir hatten eigentlich noch nicht arg viel getan, bis die Männer wieder auftauchten.

Als erstes lernten wir von Jens, wo überall Metallkanten anzubringen sind, wie man sie mit der Blechschere zuschneidet und dass man sie geschickterweise antackert.

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Dann erfuhren wir, wie man die Spachtelmasse ohne großen Aufwand und Maschinenpark von Hand ansetzt: einfach Wasser in einen Eimer (am besten alter Farbeimer, weil der unten gute Kanten hat und keine Rundungen – kriegt man nach jeder Runde wieder sehr gut sauber) füllen, Gips mit der Kelle einstreuen, so dass es keine Klumpen gibt. Solange einstreuen, bis der eingestreute Gips gerade so an der Oberfläche zu sehen bleibt. Dann das Ganze eine Zigarettenlänge stehen lassen – aha: wie berechnet man das als Nichtraucher? ;-).

Schliesslich alles gut mit der Kelle durchrühren und fertig. Das war der leichteste Teil der ganzen Spachtelei!

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Dann also mit der Kelle die Spachtelmasse auf die Traufel (aha: neues wichtiges Wort gelernt!!) befördern, so dass man ein akkurates Häufchen in der Mitte sitzen hat, etwas mehr als auf dem folgenden Bild:

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Nun ganz elegant (wenn man’s kann wirkt es tatsächlich so!) die Masse quer zu den Fugen auftragen, um diese zu füllen, dann mit der Traufel abziehen und anschliessend ein Glasfaserband einlegen.

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Dieses wieder mit Spachtelmasse bedecken und glattziehen. Dazwischen immer wieder die Traufel saubermachen. Das macht sich tatsächlich bezahlt! Anfangs waren wir vermutlich mehr mit Kelle säubern als mit spachteln beschäftigt, weil man sich das Zeug wirklich überall hinschmierte. Auch die bei Jens so flüssig und leicht wirkenden Bewegungen stellten sich bei uns anfangs recht unbeholfen und eckig bis linkisch dar. Aber mit der Zeit wurde es immer besser, zwar noch kein Vergleich zum “Chef”, aber doch so, dass es nicht mehr ganz so mühselig war. Die Motivation wurde durch mehrere Hektoliter Kaffee und einem Stückchen Marmorkuchen zwischendurch immer mal wiederbelebt.

Sylvi und ich haben uns zuerst weiter um die Anbringung der Metallschienen im DG gekümmert, während aus dem EG immer mal wieder von den Spachtlern kleine Missfallensbekundungen zu hören waren.
Gegen halb vier machten wir dann auf der Terrasse “Mittagspause” mit leckerem Chilli, das Sylvi mitgebracht hatte – Stefan schob noch ein kurzes “fast Nickerchen” ein:

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Nach der Pause spachtelten dann auch Sylvi und ich im DG drauf los – natürlich mit den gleichen Problemen wie die Männer (Masse plumpst von der Traufel, zuviel oder zu wenig Material an der Wand, etc.) – aber auch wir fanden uns irgendwann in die Materie ein und es ging besser. Oberätzend sind die Gipskartonplatten, die zugeschnitten worden waren. Dort mussten wir erst die Plattenkanten anfasen, um sie überhaupt spachteln zu können. Desweiteren war bei der Installation der Wand wohl ein “Schrauben-Junkie” am Werk, der pro Platte gefühlsmässig 2000 Schrauben verbastelt hat – in der Tat recht unspassig, die alle zuzuspachteln! Dazu kommen ja noch die ganzen Klammern – uäh!

Abends (bevor die Glühbirne gegen 22:00 Uhr durchbrannte und wir das als Zeichen sahen, nach Hause zu gehen) sah es dann nach der ersten Runde Grobspachteln z.B. im Wohnzimmer so aus – mit den Decken haben wir uns übrigens noch überhaupt nicht befasst:

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Da wie schon erwähnt nächste Woche die Estrichvorbereitungen laufen und von uns nix mehr herumstehen und -liegen sollte, glich unsere Abreise einem Auszug aus Ägypten!

1. Mai – Tag der Arbeit

Donnerstag, 01. Mai 2008 (Claudi)

Wir haben das Ganze etwas wörtlicher gernommen und heute unseren Dachspitz “gedämmt”, und zwar so:

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Hintergrund der Aktion ist die Vorbereitung für den Estrich – dazu müssen alle Räume leer sein, weshalb wir unseren angesammelten Hausrat zum Teil unters Dach verfrachtet haben, insbesondere die ganze Dämmung. Diese Kapitel ist bekanntlich noch nicht abgeschlossen: rund um die beiden Häuser haben wir einen ca. 30 cm hohen Streifen, der noch beklebt werden will. Wir haben die Bitumenpampe (ungebrauchte Eimer) schon zurückgegeben – den Rest werden wir mit einem speziellen Kleber anbringen, sonst ist wahrscheinlich das ganze Haus schwarz verhunzt.

Diese ganzen unhandlichen Pakete vom Keller ins Dach zu schleifen und dann noch die Luke hochzuhieven war echt wieder was vom Feinsten – puuuh – schwitz! Vor allem ganz oben mit der frisch installierten Glühbirne war es mollig warm. Jörg wusste schon gar nicht mehr, ob er vom Arbeiten oder von der Dachsauna so ins Schwitzen kam :-)

Alles was nicht in den Dachspitz passt nehmen die jeweiligen Besitzer vorübergehend wieder mit nach Hause bzw. verstauen es in Bruce.

Unser Technikraum wird für mich auch immer unverständlicher – ich glaube ich muss noch ein Seminar “Haustechnik” besuchen ;-). Was mich besonders amüsiert hat war die Tatsache, dass hinter der ersten Öffnung der Heizung, die wir der Neugier halber aufgeschraubt hatten, ein orangerotes Schälterchen zu Tage kam, welches mit “RESET HD” beschriftet war. “Reset Heizdraht”!? “Reset Harddisk!?” ;-))

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