Jetzt wird’s aber höchste Zeit, mal wieder über unsere Fortschritte zu berichten, zuerst mal die “Kurznachrichten”:
- Die Estrichhöhen wurden irgendwo bei der Weitergabe der Daten verdreht, WeberHaus spachtelt und jetzt den Kellerflur und die Waschküche um 14mm auf, dann passt’s wieder.
- Trinkwasserwärmepumpe wird nächsten Mittwoch getauscht. Da wird dann auch gleich die Heizung vollends fertig montiert.
- Das Gerüst ist abgebaut, so siehts jetzt aus:
Soweit das Wichtigste in Kürze. Die erste Woche unseres 5-wöchigen “Bauurlaubs” neigt sich langsam dem Ende zu, viel Zeit haben wir natürlich mit Spachteln (was auch sonst) verbracht, da es aber immer auch noch andere Dinge zu tun gibt, lockern wir unseren Arbeitsalltag immer mal wieder ein wenig auf.
Zuerst haben wir mal eine Wand “fertig gemacht”, soll heißen, Feinspachtel, Acrylfuge und dann die Putzgrundierung für den späteren Lehm-Streichputz aufgebracht. Hintergrund der Aktion war, dass wir unbedingt mal sehen wollten, wie es letztendlich um die Qualität unserer Amateurspachteleien bestellt ist. Sicherheitshalber haben wir hierfür die Wand ausgewählt, vor der später unser großer Wohnzimmerschrank stehen wird. Nach Abtrocknen des Putzgrundes haben wir dann die Wand von der Seite mit dem Bauscheinwerfer bestrahlt, um im Streiflicht eventuelle Spachtelberge und -täler zu begutachten. Das Ergebnis hat uns dann doch einigermaßen beruhigt, sicherlich ist die Wand nicht perfekt, aber man könnte sie auch ohne Schrank anschauen. Auf jeden Fall haben wir jetzt ein bißchen ein Gefühl dafür entwickelt, wie genau man beim Spachteln arbeiten muß.
Am Dienstag haben wir dann die oberste Reihe der Perimeterdämmung angeklebt, ist ein tierisches Gefrickel mit Lichtschächten, Außenstromkabeln und den Lüftungsrohren und hat natürlich mal wieder deutlich länger gedauert als erwartet.
Ein weiteres “Highlight” war dann der Einbau der Dachbodenluke mitsamt Treppe am Mittwoch. Hierfür mußten zuerst mal die Gipskartonplatten auf das Maß der Deckenöffnung zurechtgesägt werden. Dann wurde die Treppe hochgehievt und einfach mal nur auf dem Dachboden zwischgeparkt, danach zwei Latten quer über die Öffnung geschraubt, um der dann einzusetzenden Dachluke provisorischen Halt zu geben. Außerdem ist so gewährleistet, dass die Luke bündig mit der Decke abschließt und auf den Einsatz der Wasserwaage verzichtet werden kann, sofern die Decke ordentlich montiert wurde.
Dann wurde es spannend, die Sache mit der provisorischen Befestigung hat nämlich einen kleinen Haken: Die Luke muß hierbei geschlossen sein, und die endgültige Verschraubung in der Deckenöffnung erfolgt von oben. Also muß einer (also ich) mitsamt allem benötigten Werkzeug und Schrauben auf den Dachboden, die Dachluke ins Loche absenken um sich damit quasi selbst einzusperren (nein, es gibt keinen Ausstieg auf’s Dach und auch kein Fenster da oben).
Nach erfolgter Montage gab ich dann Claudi Bescheid, sie könne jetzt die vier Schrauben des Provisoriums lösen. Allerdings hatte ich diese mit dem großen Akkuschrauber wohl ein bißchen zu sehr “angeknallt”, jedenfalls bekam Claudi sie mit dem normalen Schraubenzieher nicht mehr auf und der Akkuschrauber war ja bei mir. Nach einigen Minuten und diversen mit Ächzen untermalten Fluchen machte sie sich auf in Richtung Nachbarhaus, um Stefan zu holen – hätte ich mir doch ein Bier mit nach oben nehmen sollen? Die beiden kehrten dann aber doch recht zügig zurück und Stefan befreite mich mit seinem kleinen Akkuschrauber. Zu Claudis Entlastung sei gesagt: Wir haben das ganze heute auch bei Silvie und Stefan gemacht, da war Stefan oben und ich hatte den unteren Part und ebenfalls Schwierigkeiten mit dem Lösen der vier Schrauben.
So liebe Blogleser, jetzt seid Ihr mal wieder auf dem aktuellen Stand der Dinge. Übrigens kann man dem Wort “spachteln” durchaus auch eine positive Assoziation mitgeben, wenn man zuvor den Baustellengrill anschmeißt.






