Archiv für Oktober 2008

Online – 2. Anlauf

Freitag, 17. Oktober 2008 (Claudi)

Unglaublich, Mr. Telekom tauchte heute tatsächlich in dem abgesprochenen Zeitfenster 14:00 bis 20:00 Uhr (!!!) auf. Es war der gleiche, der uns “damals” nach etlichen Anläufen den Telekom-Anschluss eingerichtet hatte, bevor wir dann zu 1&1 wechselten. Er konnte sich auch dran erinnern, dass er doch erst vor ca. 2 Monaten hier gewesen war und da doch alles funktioniert hätte…

Es funktionierte übrigens auch heute noch – die Leitung war durchgängig bis zu unserer Dose! Die Fritz-Box hatte offensichtlich nach einem Tag Arbeit Ihren DSL-Dienst quittiert – warum auch immer! WLAN, etc. stellt sie alles noch zur Verfügung, aber einen DSL-Connect nicht. Wir haben aus früheren Tagen noch eine alte Fritz-Box ausgebuddelt, die zwar das DSL zustande kriegt, sich aber wiederum mit den Zugangsdaten nicht anmelden konnte. Jörg hat jetzt übergangsweise aus beiden Boxen zusammen ein Konstrukt gebastelt, das funktioniert. Jetzt brauchen wir  eine neue Fritzbox… also ist wiedermal ein Telefonat mit 1&1 fällig…

Warten auf Godot

Dienstag, 14. Oktober 2008 (Jörg)

Für alle, die das Stück von Samuel Becket nicht kennen, zitiere ich eben mal aus der Wikipedia:

“Die Hauptfiguren des Stücks sind die beiden Landstreicher Estragon und Wladimir sowie ein etwas später mit seinem Diener Lucky hinzu kommender Pozzo, die an einem undefinierbaren Ort ihre Zeit damit verbringen, auf einen Godot zu warten, den sie nicht kennen, von dem sie nichts Genaues wissen, nicht einmal, ob es ihn gibt. Godot selbst erscheint in der Tat bis zuletzt nicht und das Warten auf ihn ist offensichtlich vergeblich. Am Ende eines jeden Aktes erscheint ein wohl von ihm kommender Junge, der verkündet, dass sich seine Ankunft weiter verzögert. Spätestens dann keimt in den Wartenden der Zweifel an ihrer Situation auf, doch können sie sich trotzdem nicht aus ihr lösen. Dies drückt sich z. B. in dem mehrfach im Stück wiederkehrenden Dialog aus:

Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ach ja.

Bis zum Ende des Stücks wird nicht klar, wer Godot ist und warum genau man auf ihn wartet. Die Wartenden erscheinen damit als Verkörperungen des menschlich-allzumenschlichen Hanges, voll unbestimmter und letztlich unerfüllter Illusionen auf die Ankunft eines Erlösers, eines Propheten oder einer sonstwie heilbringenden Person zu hoffen.”

Regelmäßige Blogleser werden wohl schon vermuten, dass mein plötzliches Interesse an französischem Theater aus der Nachkriegszeit durchaus einen aktuellen Hintergrund hat.
Richtig geraten, der von 1&1 für gestern “zwischen 08:00 und 14:00 Uhr” avisierte Techniker ist nicht aufgetaucht. Daraufhin habe ich mal wieder mit der Hotline telefoniert, nähere Details spar’ ich mir jetzt, aber ich glaube, ich war für den Call-Center-Mitarbeiter ein eher “unangenehmes” Gespräch. Überraschenderweise kam aber noch am selben Abend ein Rückruf – neuer Termin am Freitag…

Wenigstens konnte ich den sonnigen Tag gut nutzen. Das selbstgebastelte Ordnerregal für’s Büro ist fertig, hängt an der Wand und ist auch schon befüllt (wieder 4 Kartons weniger – freu). Außerdem hab’ ich die Abflüsse auf der Terrasse abgedichtet. Eigentlich war die Terrassenabdichtung für Samstag geplant, aber auf Anfrage aus dem Nachbarhaus habe ich dann Stefan geholfen, den neuen Schlafzimmerschrank zusammenzubauen. Wider Erwarten hat das dann aber doch etwas länger gedauert, weil an diesem Teil wirklich gar nichts vormontiert war und wir haben schon während des Aufbaus rungewitzelt, dass sie ja auch einzelne Holzfasern hätten liefern können. Wir haben’s aber dann doch noch geschafft und ich muß sagen, die gelaugte Kiefer sieht echt klasse aus und passt prima in das Zimmer. Ich werd’ im Gegenzug Stefan mal wieder zum Flexen engagieren (das ist irgendwie gar nicht mein Ding).

Es geschehen noch Zeichen und Wunder…

Donnerstag, 09. Oktober 2008 (Jörg)

1&1 hat mich angerufen (ich war grad beim Mittagessen und es war ziemlich laut um mich rum, so dass ich zuerst gar nicht gepeilt hab’, wer da dran ist) und einen Technikertermin für Montag vormittag mit mir vereinbart.

Jetzt bin ich zum einen natürlich gespannt, ob unser DSL und Telefon am Montag tatsächlich wieder funktioniert. Zum anderen wär’s jetzt natürlich hochinteressant zu wissen, ob die plötzliche Aktivität seitens 1&1 etwas mit meiner Beschwerde zu tun hat. Ich hatte einen Brief (ja genau so ein Ding mit Umschlag und Briefmarke, kennt Ihr das noch?) an den Vorstand persönlich geschrieben, nachdem sich der Informationsgehalt bei der Serviceline sinngemäß immer nur im Bereich “nachts ist es dunkel” bewegt hatte.

Mal sehen, wie’s weitergeht, Ihr werdet’s hier erfahren.

Nix Neues im Westen

Donnerstag, 09. Oktober 2008 (Claudi)

Eigentlich würde ich ja gerne einmal wieder eine Erfolgsmeldung veröffentlichen, aber es bleibt nach wie vor bei den bekannten Problemen – wenigstens sind es nicht mehr geworden, das ist ja auch schon was…

Am Dienstagmorgen kam pünktlichst unser Heizungskundendienst, den ich frisch aus dem Bett gekrabbelt fröhlich in einer falsch herum angezogenen Jacke begrüßte (die Knöpfe waren innen und die Nähte aussen – naja). Der Kundendienst war rasch beendet, denn die mitgebrachte Steuerung entsprach leider nicht der defekten Steuerung. Also auf ein Neues – der nächste Termin ist übernächste Woche, vielleicht klappt es ja da endlich mal. Mit Solar das Wasser zu heizen wird bis dahin dann ziemlich sicher nicht mehr funktionieren, denn man merkt ganz deutlich, dass die Sonne jetzt schon deutlich schwächer und vom Winkel her ungünstiger scheint.

Das 1&1 Debakel (kein Telefon, kein Internet) geht jetzt schon 2 Wochen und kein Ende in Sicht. Von der Hotline wird man nur um Geduld gebeten, versprochene Rückrufe werden nicht eingehalten und ansonsten geschieht auch nichts greifbares. Man kann schon gar nicht mehr sagen, ob die Telekom oder 1&1 der größere Saftladen ist. Rätselhaft, wie man mit einer solchen Firmenphilosophie bestehen kann, aber vmtl. liegt es daran, dass man eh nur zwischen “Regen” und “Traufe” wählen kann – also grad egal, von welcher Firma man verarscht wird.

Wir haben nun eine schriftliche Beschwerde an höherer Stelle angesiedelt und sind gespannt, ob sich daraufhin jemand unseres Problemes annimmt.

Erstes Fest im neuen Gehäuse

Samstag, 04. Oktober 2008 (Claudi)

Am Freitag haben wir unsere Umzugshelfer eingeladen – wir hatten das erste Mal so viele Gäste im Haus und waren sehr dankbar, dass wir das komplette Esszimmer von Nachbars dazuleihen konnten :-)

Es war also schon wieder “Umzug” angesagt, da wir den Esstisch und die Stühle über unser nasses Dielenprovisorium von Haus zu Haus balancieren mussten. Aber so hatten wir alle reichlich Platz am Tisch und konnten uns an zwei Raclettes den Magen füllen. War super lecker und wir waren ganz begeistert, dass die ganzen Schüsselchen, etc. auf dem Tisch Platz hatten – früher war das immer eine furchtbar enge Angelegenheit gewesen.

Wir konnten uns auch von den Qualitäten der Lüftungsanlage überzeugen, denn sie hat es über Nacht tatsächlich geschafft, den strengen Käse- und Brutzelgeruch (Fleisch und Speck vom heissen Stein sind nicht ohne…)  aus dem Haus zu verbannen.

Wir sind leider nach wie vor offline – genau eine Woche inzwischen. Also muss ich notgedrungen mal wieder bei einer Freundin was ins Blog schreiben, Mails abrufen, etc. Ich konnte am Donnerstag zwar mein Mütchen bei der 1&1 Hotline kühlen, weil ich mittlerweile echt stinkig bin, aber leider hat man dort angeblich selbst schon seit Mittwoch Probleme mit der Technik, so dass man mir leider so gar keine konstruktive Information zukommen lassen konnte. Wir warten also weiterhin aufs “online” – unser Verteiler im Keller ist völlig tot, ich bin überzeugt, dass wir in der Vermittlungsstelle abgeklemmt wurden!