Archiv für Mai 2009

Das Bad gedeiht ganz langsam…

Samstag, 16. Mai 2009 (Claudi)

…viele denken sicher “jetzt murksen die da schon den 3. Tag dran rum und sind immer noch nicht mal mit dem Fliesen fertig!?”.

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Zum einen haben wir meistens erst nachmittgas angefangen im Bad herumzuwerkeln, auf der anderen Seite hält dieser “Frickelkram” wie Armaturen, etc. extrem auf. Sieht man auf den Bildern nicht, aber an der Badewanne ist da mehr zu tun als in der Dusche. Bis alles vermessen, gebohrt und/oder geflext ist geht ganz schön Zeit ins Land. Insbesondere wenn man dann zum Flexen die Workmate draussen aufstellt, die Platten ausmisst, es dann wie aus Eimern zu regnen beginnt, man daraufhin hektisch draussen alles zusammenpackt und den ganzen Käse in die Garage schleppt, abtrockent und dann wieder von vorne beginnt… oder wenn man sich verflix, äh verflext ;-) Was ebenfalls augfwendiger als gedacht ist, sind die Mosaiksteinchen – vor allem dann, wenn die Fliesenreihe mit einem halben Steinchen endet…

Heute macht wenigstens das Wetter mit: man geht noch nicht ein vor Hitze unterm Dach, aber man kann trocken (!!!!!!) draussen arbeiten. Die letzten Tage waren von sintflutartigen Regenfällen gekennzeichet – zum Glück scheint das vorerst mal vorüber zu sein! Ich habe deshalb heute auch ein wenig im Garten aufgeräumt, nachdem der Hagel und der Starkregen wirklich eine ganz unansehnliche Kraterlandschaft hinterlassen hatte. Ein paar Eimer Blätter, Blüten, etc. sind auf dem Kompost gelandet (auch ein wenig Herzblut, denn eigentlich war der Garten gerade ganz schön in Schuß gewesen…). Was der Hagel nicht kaputtgekriegt hat, das fressen jetzt noch die Schnecken (groll). Meine erste Beeren- und Apfelernte wird sich wohl auch in ein paar “Versucherle” erschöpfen, denn von den Erbeeren ist derzeit kaum eine Blüte übrig, die Apfelansätze hat’s weggefetzt und von den Johannisbeeren hatte ich ja schon berichtet. Wenn ich an die Menschen denke, die davon (also Obst- und Gemüseanbau im Freiland) leben müssen – oh jeh!

Soeben ist der Zucchininachschub eingetroffen, wir werden im Sommer wieder hunderte Zucchinirezepte kochen (müssen) – zu Beginn der Erntezeit bricht immer Euphorie aus, jede Zucchini wird mit Begeisterung begrüßt und am Ende kommen sie einem doch jedes Jahr aufs Neue zu den Ohren raus ;-)

Wegen Gartenfrust kommt jetzt das “Obere Bad” dran!

Mittwoch, 13. Mai 2009 (Claudi)

Nachdem die Wetterfrösche weiterhin Starkregen und Gewitter ankündigen, habe ich beschlossen, den Garten Garten sein zu lassen (gröbste Pampe von gestern ist beseitigt) und erstmal keine weiteren Aufräum- und Verschönerungsarbeiten, etc. anzufangen.

Stattdessen haben wir uns aufgerafft und im oberen Bad angefangen zu fliesen (wir wollten ja eigentlich im Urlaub unser Geländer auf die Garage machen, aber die Firma kömmt nicht so recht mit der Lieferung in die Pötte).

Anfänglich mussten wir uns erst wieder an Kelle und Traufel gewöhnen, und es plumpste der eine oder andere Flisenkleberklecks zu Boden (oder an der Wand entlang – lecker) aber unser bisher verlegtes Werk sagt uns jetzt doch sehr zu :-)

So sah’s heute Nachmittag zu Beginn aus:

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Ich bin, wie schon beim Bodenfliesen, der Klebekleckser:

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Jörg macht die Feinarbeit und klebt die Fliesen (ordentlich…):

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Da die Mosaiksteinchen dünner als die Fliesen sind, müssen wir diese erst auf eine “Unterfütterung” kleben und diese dann an die Wand, so erreichen wir eine identische Dicke des Wandbelages.

So sieht es jetzt aus – nach ca. 10 kg verarbeitetem Fliesenkleber:

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Apocalypse now?

Dienstag, 12. Mai 2009 (Claudi)

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Du meine Güte, was für ein Hagelsturm – unglaubliche Mengen an Hagel kamen mit einem Höllengetöse von oben – wir dachten, es hört nicht mehr auf! Wir hatten die letzten Tage immer Gewitter mit heftigem Regen, in der Nacht zu Sonntag auch einen dreistündigen Stromausfall, der unseren Videoabend gegen halb zwölf abrupt beendete (5 Minuten vor dem Finale …). Wir hatten zufällig bei Nachbars nachmittags noch die “Schütteltaschenlampe” inspiziert und ausprobiert, so lag dieses Hilfsmittel schon griffbereit, als es plötzlich totenstill und stockdunkel wurde. Dank der Cacherei lag auch beim Heimkommen meine Taschenlampe im Rucksack im Flur griffbereit, so dass wir gar nicht lange im Dunkeln herumsuchen mussten. In ein paar Nachbarhäusern konnte man erkennen, dass auch dort mit der Taschenlampe oder Kerzen für “Gemütlichkeit” gesorgt wurde.

Hier ein paar Eindrücke während und nach dem Hagelunwetter:

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Unglaublich, wie in kürzester Zeit aus unserer Treppe ein schmutzig-brauner Wasserfall und die Straße in einen Bach verwandelt wurde! Am Bürofenster kleben die Blätter des Apfelbaums, am Küchenfenster klebt die Blumenerde meines Pflanztroges, die Pflanzen darin stehen “bis zu den Augen” im Morast, am Komposter hat es unserem Kompostbeschleuniger ein Loch in den Deckel gehauen, meinen Tulpen wurden die letzten Blätter abgeschlagen und wie die armen Pflänzchen, die ich vor 3 Stunden erst eingepflanzt habe aussehen möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen :-(
Eine genaue “Schadensaufnahme” werde ich erst morgen machen, gerade doch ein bisschen arg unagenehm da draussen… dann wird auch der Blick auf’s Dach fällig, wo hoffentlich keine böse Überraschung in Sachen Solarpanele oder bei Sylvi und Stefan auch in Sachen Photovoltaik auf uns wartet…

Sicher gibt es schlimmeres als ein paar demolierte Blumen/Pflanzen und wir können froh sein, dass wir gemäß momentanem Stand letztlich doch glimpflich davongekommen sind – ich hoffe, bei allen anderen Betroffenen gibt es auch nichts gravierendes zu vermelden…