Archiv für August 2009

WeberHaus-Fotograf zu Gast

Sonntag, 23. August 2009 (Claudi)

Bereits vor längerem sind wir von WeberHaus angeschrieben worden, ob wir damit einverstanden wären, dass von unseren Häusern und uns Fotos für die WeberHaus-Zeitschrift gemacht werden. Wir liessen uns mit der Zusage Zeit, erst nach nochmaliger telefonischer Anfrage seitens WeberHaus haben wir unserer Einwilligung zurückgeschickt – es schien ihnen ja tatsächlich ernst zu sein.
Geraume Zeit hörte man nichts mehr, dann rief der Fotograf an. Wie es denn mit den Aussenanlagen aussähe, ob wir schon Rasen hätten? Wir mussten gestehen, dass wir zwar vor 2 Tagen Rasensamen gesät hatten, aber von richtigem Rasen noch weit entfernt seien. 3 Wochen später erneuter Anruf: nein, wir haben noch nicht das erste Mal gemäht – nochmal 2 Wochen später dann die Terminvereinbarung. Letzten Mittwoch pünktlich um halb elf standen dann der Fotograf samt Helferlein auf der Matte – los gings! Zuerst dachten wir ja, wir bekommen für das Fotodate noch ein paar Pflänzchen geschenkt, als diese samt Stativen, Lampen, Fotoapparaten, Laptop, etc. aus dem Kombi ausgeladen wurden – aber dazu später mehr.

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Ich hatte mir das ja etwas entspannter vorgestellt – aber nein, wir wurden gehörig durch die Gegend gescheucht: alle Rolläden hochziehen (Sonne brutzelt jetzt bei 35 Grad durch die Fenster…) – alles, was von den Herren als undekorativ empfunden wurde musste abmontiert und weggeräumt werden, dazu gehörte im Garten: das Sonnensegel (es verdeckte zuviel vom Haus, und darum ging’s ja letztlich), die alten Plastikgartenstühle, der Schlauchwagen, die Schuhabstreifer, etc. pp. Das gilt natürlich immer alles für beide Häuser – wir konnten es ja erfreulicherweise so einrichten, dass wir heute alle zuhause sein konnten -> also her mit dem Gruppenfoto!! Dazu dann die Aufforderung an Stefan und mich: man möge sich doch eine längere Hose anziehen (wir schlappten bis dahin bequem in kurz durch die Gegend). Also schön zu 5. aufgestellt – lächeln – knips – nochmal – und noch 5 mal – ok. Die Liegestühle mussten ausgerichtet und hübsch drapiert werden, Sylvi sollte eine Tischdecke für den Gartentisch organisieren und Kaffeegeschirr decken – wir alle mussten uns hinsetzen  und dekorativ wirken- knips, knips, knips …

Anschliessend das Ganze im Haus – man darf echt nicht persönlich nehmen, was da so geschieht. Auch hier wird gnadenlos um- und weggeräumt und man stellt “natürlich wirkendes” Geschirr auf den Tisch! Jedenfalls wissen wir jetzt warum die Häuser in den Prospekten immer so großzügig wirken – es sind extreme Weitwinkelaufnahmen. Auch wir haben nun nämlich einen Ballsaal als Wohnzimmer und einen gigantischen Flur!

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Als die Sonne gegen halb zwei dann auch unseren Giebel bestrahlte ging’s wieder draussen weiter: Auto rausfahren, Auto reinfahren, dies und das wieder aus dem Blickwinkel der Kamera schleppen …schwitz!!! Die Krönung war, dass wir in beiden Häusern auch die Öfen wg. der Flammen anzünden mussten – zwar nur mit Zeitung, das hat dann nicht sehr geheizt, aber wer einen Ofen hat, der weiss, dass der Kamin bei so einer Hitze quasi gar nicht zieht… für das Foto hat’s gereicht und die nebelartigen Rauchschwaden samt Räuchergeruch im Keller stören ja (die Fotografen) nicht weiter…

Hochinteressant war jedenfalls die Aussenwirkung des Fotoshoots – ich glaube die Deckenpfonner denken, wir haben nicht mehr alle Tassen im Schrank ;-) Unsere Aussenaufnahmen wurden ja zum Teil von der gegenüberliegenden Strassenseite gemacht – auch mit Stativ und Schnickschnack.  Beispielsweise wird vor dem Kamerastativ ein weiteres Stativ aufgestellt, auf dem ein paar Töpfe mit Buchsbaum stehen – diese werden mit der Gartenschere noch für den Bildausschnitt passend zugesäbelt und schon verschwinden Dinge, die nicht so fotogen sind von der Bildfläche. Ich war ganz begeistert, dass man mir keinen Buchsbaum vor die Naste stellte ;-) Seither habe ich mir nochmal extra ein paar WeberHaus-Bilder angeschaut – wenn man’s weiss, erkennt man plötzlich recht oft, dass da im Vordergrund Blumen und Pflanzen jeglicher Art sind, die sicher am Originalschauplatz so nicht anzutreffen sind.

Am Ende, als der Fotograf dann auch wusste, das Sylvi und ich uns schon seit der 5. Klasse kennen, mussten wir beide dann nochmal zu zweit an den Gartentisch sitzen, “Kaffeetrinken” imitieren und später in einem Fotoalbum blättern – in diesem Moment kam die Nachbarin vorbei und schaute doch recht verblüfft, was Sylvi und ich denn da am Gartentisch sitzend machen, um uns herum diverse Lampen und Strahler und Schirmchen und Stative, der Fotograf, 2 feixende Ehemänner und das Helferlein, das fleissig den Sonnenschirm in eine günstige Position hält. Es sah sicher aus, als ob wir uns da professionell für eine Frauenzeitschrift ablichten lassen würden ;-)

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Als Sylvi nebenbei erwähnte, dass sich im Keller ein Atelier befindet lebte der Fotograf nochmal richtig auf und wollte auch diesen Schauplatz (wg. des Wohnkellers) noch ablichten – also hat sich Sylvi ins Maleroutfit geworfen und ein paar gekonnte Pinselstriche auf die Leinwand geworfen:

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Wir sind gespannt auf die Aufnahmen, am Laptop des Fotografen konnten wir sie ja schon kurz betrachten und sollen sie demnächst auch als DVD zugeschickt bekommen. Angeblich folgt nun auch noch ein Interviewtermin (so sagte der Fotograf jedenfalls – bis dahin war uns dieser Umstand nämlich unbekannt).

Alles in allem ein aufregender Tag, aber es hat auch viel Spaß gemacht und wir hatten viel zu lachen :-)

Fernsehen

Donnerstag, 13. August 2009 (Jörg)

Endlich gibt’s mal wieder was zu berichten:

Seit zwei Tagen haben wir nach über einjähriger “Abstinenz” wieder Fernsehempfang. Wirklich gefehlt hat es uns eigentlich nicht, und die ursprünglich geplante Satellitenschüssel war auf unserer Prioritätenliste ganz unten. Zufällig haben uns dann Birgit und Jörg auf das Thema “DVB-T” gestossen. Bisher war ich da eher skeptisch, zumal wir hier nicht im optimalen Empfangsbereich liegen und eigentlich eine Aussenantenne empfohlen wird. Nachdem es bei den beiden aber auch mit Zimmerantenne funktioniert, hab’ ich mich mal im Internet umgeschaut, was man da investieren muß.

Nach kurzer Zeit hatte ich einen Receiver für 40,– und eine Zimmerantenne für 30,– gefunden, da haben wir gar nicht lange überlegt und am Wochenende spontan beides bestellt. Am Dienstag kamen dann beide Päckchen bei uns an und ich muß sagen, es lief alles problemlos. Selbst als ich anfangs nur das kurze mitgelieferte Antennekabel verwendet habe, konnte ich die meisten der 12 verfügbaren Sender fast ohne Störungen empfangen. Mit einem längeren Antennenkabel hab’ ich dann auch recht schnell einen guten Standort für die Antenne gefunden. Sie steht jetzt hinter dem Sofa, man sieht sie nicht und der Empfang ist perfekt, wobei man dazu sagen muß, dass es zwischen “perfekt” und “gar nicht” praktisch keine Zwischenstufen gibt, digital eben.

Es ist natürlich ein bißchen schade, dass in Baden-Württemberg nur 12 Sender (ausschließlich öffentlich-rechtliche) ausgestrahlt werden, aber so kommt man schon nicht in Versuchung, sich den ganzen Abend durch unzählige, aber meist doch eher schlechte Programme durchzuzappen, wobei das jetzt nicht als Lobpreisung für die öffentlich-rechtlichen zu verstehen ist. Nachdem wir dann den ganzen Dienstag abend vor der Glotze gesessen waren (ein paar wirklich interessante Reportagen), haben wir uns dann doch gefragt, ob das Fernsehprogramm tatsächlich besser geworden ist oder ob es uns nur aufgrund des fernsehfreien Jahres jetzt einfach nur so vorkam.

Am Mittwoch gab’s dann Fernsehen der anderen Art – wir haben uns nach Einbruch der Dunkelheit in die Liegestühle auf der Terrasse gesetzt und nach den Perseiden Ausschau gehalten. Bisher war mir gar nicht bewußt, dass es jedes Jahr um den 12. August eine solche Häufung von Sternschnuppen gibt, daher hab’ ich mich mal ein bißchen schlau gemacht:

Es handelt sich dabei um die Staubspur des Kometen “Swift-Tuttle”, der alle 133 Jahre (zuletzt 1992) die Bahn der Erde um die Sonne kreuzt und dabei jede Menge “Feinstaub” (der kriegt wohl  auch keine Plakette) hinterlässt. Und wenn die Erde dann dort “durchfliegt”, verglühen die Partikel in der Atmosphäre, wobei die für uns sichtbare Sternschnuppe wohl nicht durch die Partikel selbst, sondern durch die extreme Geschwindigkeit erzeugt wird, welche die Luft zum “Glühen” bringt. Davon können unsere “Spitzenpolitiker” im Bundestagswahlkampf wohl nur träumen, mit “heißer Luft” so viel Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken. ;-)

By the way, das “Duell der meisten Sternschnuppensichtungen” habe ich mit 1:5 gegen Claudi mehr als deutlich verloren. Silvi war auch dabei und hat ebenfalls nur eine gesehen, sie wurde aber auch mehrmals per Babyfon von ihrem Beobachtungsposten abberufen.