Archiv für Oktober 2009

Herbstimpressionen

Sonntag, 11. Oktober 2009 (Jörg)

Unaufhaltsam nähert sich der Winter und die Natur stellt sich langsam auf die kommenden harten Zeiten ein, dennoch hat es meine “Haus- und Hofgärtnerin” geschafft, alles nochmal in ein buntes Blütenmeer zu verwandeln:

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Die Phacelia trägt ihren volkstümlichen Namen “Bienenweide” bzw. “Bienenfreund” nicht ohne Grund:

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Bilder vom WeberHaus-Fotografen sind da!

Samstag, 10. Oktober 2009 (Jörg)

vor ein paar Tagen sind sie eingetroffen, die Bilder von Peter Kiefer, der im Auftrag von WeberHaus unsere Häuser fotografiert hatte. Das gibt mir Gelegenheit, Euch zu zeigen, wo sich beim Fotografieren die Spreu vom Weizen trennt. In diesem Zusammenhang schon mal herzlichen Dank an Peter Kiefer für die freundliche Genehmigung, einzelne seiner Bilder (die übrigens noch nicht irgendwie nachbearbeitet wurden) hier veröffentlichen zu dürfen.

Schauen wir uns zuerst die Aussenaufnahmen an. Claudi hatte ja bereits berichtet, dass neben jede Menge technischen Equipment auch ein paar Töpfchen mit jungen Buchspflänzchen zur Ausstattung gehörten. Geschickt positioniert konnte so u.a. der im Carport geparkte Anhänger unsichtbar gemacht werden.

HaeuserMitBuchs

Auch der Detailreichtum und die scharfen Konturen (praktisch ohne Farbsäume) sind beeindruckend. Schaut nochmal auf das obere Bild: Seht Ihr, dass links neben dem hinteren Haus auf der Terrasse zwei Liegestühle und ein Tisch stehen? Letzterer ist schon fast nicht mehr zu erkennen, nun schaut Euch unten den Bildausschnitt in Originalgröße an, da ist sogar noch das auf jenem Tisch liegende Buch zu erkennen! Die Originaldatei ist übrigens 39(!) Megapixel bzw. 112MB (TIF) groß.

TischMitBuch

Zu den Innenaufnahmen habe ich inzwischen selbst noch ein paar Vergleichsbilder geschossen, zugegeben ein unfairer Vergleich. Schließlich handelt es sich bei meiner über 7 Jahre alten Casio QV4000 nicht mal um eine Spiegelreflexkamera, somit hatte ich auch nicht die Möglichkeit, eben mal ein Weitwinkelobjektiv aufzuschrauben. Stattdessen mußte ich mit einem für eine Kompaktkamera zwar lichtstarken (1:2,0-2,5) aber im Weitwinkelbereich auf 34mm* Brennweite beschränkten eingebauten Objektiv klar kommen. (*alle Brennweitenangaben sind auf 35mm Kleinbildformat hochgerechnet).

Zuerst eine Aufnahme durch die geöffnete Haustür in den Eingangsbereich. Die Profiaufnahme wurde mit einer Brennweite von 21mm und zwei externen Blitzgeräten gemacht, dadurch wirkt der Flur sehr weitläufig, im Gegensatz zu meiner vor allem an der Holztreppe leicht rotstichigen Aufnahme allerdings auch ein wenig unnatürlich hell. Hierzu sei jedoch erwähnt, dass die meisten Fotografen vor allem seit dem Umstieg auf Digitalfotografie eher dazu neigen, etwas großzügiger zu belichten, denn es ist relativ einfach, ein Bild oder leicht überbelichtette Bereiche durch nachträgliches Abdunkeln etwas stimmungsvoller zu gestalten. Aber in dunklen Bereichen “abgesoffene” Details wieder ans Licht zu bringen ist fast unmöglich bzw. mit höheren qualitativen Einbußen, wie z.B. “Bildrauschen” verbunden. Der blaue Keil links oben bei meiner Aufnahme ist übrigens noch ein Stück vom Türrahmen, wegen der größeren Brennweite mußte ich mindestens einen halben Meter weiter hinten stehen, um auch nur halbwegs einen zumindest ähnlichen Bildausschnitt hinzubekommen.

Flur-Vergleich

Die unterschiedliche Breite der beiden Bilder resultiert übrigens aus dem unterschiedlichen Seitenverhältnis der beiden Aufnahmen (4:3 bzw. 3:2).

Ein weiteres sehr interessantes Bild fand ich das aus der Küche heraus fotografierte Esszimmer. Auch hier kamen wieder die beiden externen Blitzgeräte zum Einsatz. Damit war es möglich, eine helle Aufnahme des Innenraums zu erhalten, ohne dass die extreme Helligkeit hinter der Terrassentür das gesamte Bild überstrahlt. Ich mußte bei meiner Aufnahme mit der Belichtungszeit so weit runterfahren, dass das ganze Bild doch einen ziemlichen gelblich-rötlichen Stich bekam. Beim Bildausschnitt hatte ich gegen die 18mm Brennweite keine Chance mehr, wobei hier selbst ein Profiobjektiv im physikalischen Grenzbereich operiert, optische Verzerrungen sind hier nicht mehr vollständig zu vermeiden. Auf beiden Bildern ist die leicht gekrümmte linke Kante der Backofentür zu erkennen, bei meiner Aufnahme trotz größerer Brennweite leider etwas stärker.

Kueche-Esszimmer2

Kueche-Esszimmer1

Es ist schon beeindruckend, wieviel mehr man aus einem Motiv herausholen kann, wenn man das entsprechende Equipment hat und auch damit umzugehen weiß. Da bekommt man richtig Lust, selbst etwas ambitionierter an die Fotografie ranzugehen. Vielleicht sollte ich doch auch mal eine Spiegelreflex…, nein – denn ehrlich gesagt ist mir schon meine Casio meistens zu groß zum Mitnehmen.

Zum Abschluß noch ein herrlicher unfreiwilliger Schnappschuß: Claudi und Silvi bekamen am Tisch sitzend verschiedene “Regieanweisungen”, u.a. auch immer wieder sich gegenseitig an oder aber in die Kamera zu schauen. Irgendwie kam Silvi dann ein wenig durcheinander und schaute auf das Kommando “jetzt wieder in die Kamera…” zu Claudi rüber, die daraufhin erklärte “da ist die Kamera”… [Klick]
DaIstDieKamera