Heizung und Warmwasser

(Jörg)

Man glaubt gar nicht, wie viele Möglichkeiten es gibt, ein Einfamilienhaus zu beheizen, angefangen von den Energieträgern (Gas, Öl, Holz, Strom, Solar, Erdwärme…)  bis dahin, wie man die Energie dann in die einzelnen Zimmer bringt (Heizkörper, Fußbodenheizung, Wandflächenheizung, Zuluftdüsen…). Geht man allerdings strukturiert vor, kann man aus der Vielzahl von Angeboten recht schnell sein “persönliches” Heizsystem finden. Fangen wir bei den Energieträgern an:

Ich unterscheide jetzt einfach mal zwischen rohstoffbasierten und natürlichen Energieträgern. Natürliche Energie (z.B.  Sonnnenergie und Erdwärme) haben zunächst mal den Vorteil, dass sie nichts kosten.  Andererseits gibt es auch eine Reihe von Nachteilen:

Sonne: Gut für Warmwasserbereitung nutzbar, im Winter allerdings nicht ausreichend. Photovoltaik für den Eigenbedarf scheidet aus politisch-wirtschaftlichen Gründen aus, die staatlich garantierte Einspeisevergütung ist so hoch, dass alles andere unwirtschaftlich wäre. In jedem Fall sinnvoll ist eine Südausrichtung der Dachflächen für die optimale Nutzung der Sonnenenergie. Auch eine entsprechende Ausrichtung der großen Fensterflächen spart Heizkosten, beim Passivhaus sind sie sowieso Pflicht. Andererseits muß man sich natürlich im Klaren sein, dass man die großen Südfenster im Sommer tagsüber “verrammeln” muß, um nicht vor Hitze zu kollabieren.

Erdwärme: Eine tolle Sache, denn diese Energie ist relativ konstant vorhanden, allerdings ist für die Nutzung immer auch noch zusätzlich Strom erforderlich. Hier sollte man zu allererst klären, ob eine Tiefenbohrung auf dem Grundstück überhaupt möglich und vor allem auch zulässig ist. Außerdem sollte man beachten, dass Erdwärme allein oft nicht ausreicht, um ein Haus im Winter ausschließlich damit zu heizen, eventuelle Defizite lassen sich u.a. prima mit einem kleinen Kaminofen ausgleichen. Falls eine Tiefenbohrung nicht möglich ist, kann man immer noch versuchen, die Wärmeenergie ab ca. 1,5m unter der Erdoberfläche  als Unterstützung des Heizsystems zu nutzen, dazu später.

Nun zu den rohstoffbasierten Energieträgern. Generell kann man vorneweg sagen, dass es sich hierbei mehr oder weniger um ein Lotteriespiel handelt. Selbst das Heizen mit den ursprünglich aus Holzabfällen hergestellten (und damit extrem günstigen) Holzpellets war Anfang 2007 kurzfristig teurer als Erdöl. Insofern ist eine Prognose fast unmöglich, vor allem weil man eine Heizung ja nicht eben mal rauswirft, nur weil der Brennstoff gerade teurer geworden ist. Beim Strom, der zu den sekundären Energieträgern gehört, also erst aus anderen Energieträgern (Kohle, Wasserkraft, Kernkraft etc.) hergestellt wird, sollte man meinen, dass es sich um einen nachhaltig günstigen Energieträger handeln müßte, da ja sich der Erzeuger entsprechend der Preisentwicklung der Primärenergieträger anpassen könnte. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass günstige Rohstoffpreise lediglich den Gewinn der Stromerzeuger vermehren, aber nie beim Verbraucher ankommen.

Wie man sieht, ist die Entscheidung alles andere als einfach. Nach meiner Erfahrung wird sie jedoch leichter, wenn man sich die verschiedenen Heizsysteme dahingehend anschaut, wie die Wärme in den Räumen verteilt wird, da man hier anhand persönlicher Vorlieben leichter zu einer Entscheidung kommt.

Fußbodenheizung: Die Entscheidung dafür oder dagegen ist relativ einfach, wenn man sich Gedanken über die Bodenbeläge in den Wohnbereichen gemacht hat. Möchte man gerne Parkett, Holzdielen oder Korkboden haben, scheidet eine Fußbodenheizung aus, diese Böden isolieren zu stark und mindern die Heizleistung. Wer gerne Fliesen im Wohnzimmer haben möchte, für den ist eine Fußbodenheizung eigentlich Pflicht.

Wandflächenheizung: Wer aufgrund des Bodenbelags keine Fußbodenheizung möchte, liebäugelt gerne mit der Wandflächenheizung. Der einzige Besitzer einer solche Heizung, den ich kenne, ist total begeistert. Bei ihm befindet sich die Heizfläche hinter dem Sofa. Und hier liegt auch der Knackpunkt: Man ist bei der Umgestaltung der Einrichtung relativ unflexibel, denn vor die Heizflächen sollte man auf keinen Fall große Schränke stellen.

Heizkörper: Darauf will ich nicht näher eingehen, die Vor- und Nachteile dürften bekannt sein.

Ofen: Eignet sich besonders als ergänzende Heizung, insbesondere zu Wärmepumpensystemen aber auch zu klassischen Heizsystemen. Hier spielt natürlich auch der Faktor Gemütlichkeit eine entscheidende Rolle, zum einen durch die angenehme Strahlungswärme und bei verglasten Kaminöfen natürlich der Blick in die Flammen. Offene Kamine sind inzwischen vor allem wegen der hohen Wärmeverluste selten geworden.

Hat man sich nun für ein Heizsystem entschieden, ergibt sich die Antwort auf die Frage der Warmwasserbereitung meistens automatisch.  Gerade bei den klassischen Systemen ist die Warmwasserbereitung meistens integriert. Auf zwei Besonderheiten möchte ich allerdings noch eingehen.

Solaranlagen: Gibt es in verschiedenen Ausführungen (Flachkollektoren, Röhrenkollektore, oder die relativ neuen Vakuumkollektoren), die sich vor allem im Wirkungsgrad und dementsprechend auch im Preis unterscheiden. Allen Systemen gemein ist die relativ lange Amortisationszeit, die Warmwasserbereitung macht nur einen kleinen Teil der jährlich benötigten Heizenergie aus, dagegen sind die einmaligen Investitionskosten vergleichsweise hoch.

Warmwasserbereitung mit dem Kaminofen: Es gibt einige spezielle Modelle, die über entsprechende Anschlüsse verfügen, so dass man damit die Warmwasserbereitung ergänzen kann. Ich habe mich nicht näher damit befasst, da man sich zum einen bei der Auswahl des Ofens sehr beschränkt, zum anderen ist ein erheblicher Abstimmungsaufwand mit Heizungsbauer, Hausbauunternehmen und Ofenfirma erforderlich.

Wer jetzt bis hierher gelesen hat, hat vielleicht bereits sein “persönliches Heizsystem” gefunden. Abschließend will ich nun auf “unser Heizsystem”, eine Proxon Lüftungsheizung mit Trinkwasserwärmepumpe und Solar, eingehen, welches ich bisher noch nicht beschrieben habe. Da wir dieses Heizsystem nun auch in der “täglichen Praxis” kennengelernt haben, möchte ich etwas tiefer auf die Vor- und Nachteile eingehen, sowie die Gründe erläutern, warum wir uns letztlich für dieses System entschieden haben.

Das Prinzip der Lüftungsheizung sorgt nicht nur für Wärme sondern auch für eine kontrollierte Be- und Entlüftung des Hauses. Hierbei wird frische Luft in die Wohnräume eingeblasen und verbrauchte Luft in den “Feuchträumen” (i.d.R. Bäder und Küche) abgesaugt. Die Erwärmung der Frischluft erfolgt dabei in mehreren Stufen. Zuerst wird die Frischluft in einem Kreuzwärmetauscher an der verbrauchten Abluft vorbeigeführt, danach entzieht ggf. eine Wärmepumpe der Abluft weitere Wärmeenergie und führt sie der Frischluft zu.  Sollte dies immer noch nicht ausreichen, können an den Frischluftauslässen in den Wohnräumen elektrische Heizregister zugeschaltet werden. Das hört sich komplizierter an, als es in der Praxis ist, viele Dinge regelt die Anlage automatisch bzw. können entsprechend programmiert werden.

Für die Warmwasserbereitung kommt eine Trinkwasserwärmepumpe mit 270l Fassungsvermögen zum Einsatz, welche unabhängig von der Lüftungsanlage betrieben wird. Sind beide gleichzeitig in Betrieb, nutzt die Trinkwasserwärmepumpe jedoch auch noch die Restwärme der Abluft aus der Lüftungsanlage.

Die Lüftungsanlage hat eine Reihe von Vorteilen, die größtenteils bei konventionellen Heizsystemen nicht verfügbar sind:

  • Filter sorgen für eine staubarme Zuluft, optional kann die Anlage auch mit Pollenfiltern ausgerüstet werden, was insbesondere für Heuschnupfengeplagte interessant sein dürfte. Ein 100%ig pollenfreies Haus lässt sich damit natürlich nicht erzielen, denn schließlich trägt man auch Pollen in der Kleidung und am Körper (vor allem in den Haaren) mit ins Haus.
  • Das Haus ist immer optimal gelüftet, das manuelle Lüften per Fenster öffnen kann komplett entfallen.
  • Starker Essensgeruch verschwindet nach wenigen Stunden praktisch von alleine (selbst bei so extremen Sachen wie Fischstäbchen, Raclette oder “Flädle”).
  • Im Sommer kann die Wärmepumpe zur Kühlung der Frischluft verwendet werden. Ergänzend sei hierzu erwähnt, dass das kein Vergleich zu einer Klimaanlage ist, aber in heißen Sommernächten kann man durchaus um 2-3°C kühlen.

Wo Licht ist, ist ja bekanntlich auch Schatten, prinzipbedingt hat so eine Lüftungsheizung auch ein paar Nachteile:

  • Der Spalt unter den einzelnen Zimmertüren muss etwas größer als normal sein, um den Luftstrom von den Zuluft- zu den Ablufträumen zu ermöglichen. Bei Glastüren empfiehlt es sich, die Türzarge etwas höher einzubauen, da man Glastüren nicht einfach unten absägen kann.
  • Wo man bei konventionell beheizten Häusern eher mal mit Schimmelbildung zu kämpfen hat, bekommt man bei einer Lüftungsheizung im Winter eher ein Problem mit zu trockener Luft. Da kann es bei längeren trockenen Kälteperioden schon mal passieren, dass die Luftfeuchtigkeit auf unter 30% absinkt. Dies führt zum einen natürlich zum Austrocknen der Schleimhäute, was man allerdings nicht so direkt bemerkt. Zum anderen wird trockene Luft als kühler empfunden, was sich nach unseren bisherigen Erfahrungen auch mit zusätzlicher Luftbefeuchtung nur schwer kompensieren lässt, da die zusätzlich eingebrachte Feuchtigkeit ja relativ schnell wieder “abgesaugt” wird. Für nähere Informationen zur Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit empfehle ich den Abschnitt “Die Luftfeuchtigkeit muß stimmen” aus diesem Artikel der WDR Hobbythek (Anm.: Leider ist der Artikel inzwischen nicht mehr verfügbar, es gibt aber noch ein PDF auf der Seite von Jean Pütz, in dem dieser Artikel u.a. auch enthalten ist).
  • Die Effizienz der Wärmepumpe lässt nach, je kälter es draussen wird, insbesondere bei Minustemperaturen.  Hierzu gibt es einen sehr guten Erfahrungsbericht von einer bereits 2001 in Betrieb genommenen Anlage, in dem u.a. sogar die Energieverluste der Wärmerückgewinnung bei verschiedenen Aussentemperaturen dokumentiert sind. Frieren muß man deshalb nicht, man kann diesen Effekt durch Zuschalten der Heizregister in den Lüftungsauslässen mehr als kompensieren. Die schlägt sich allerdings auch im Stromverbrauch nieder.
  • Die komplette Beheizung des Hauses nur mit diesem System ist kaum möglich, zumindest in den Bädern sind Heizlüfter unumgänglich, diese müssen jedoch nur für wenige Minuten laufen, so dass der Stromverbrauch gering ist. Für das Wohnzimmer haben wir von Anfang an einen Kaminofen mit eingeplant. Hierbei muß es sich jedoch um ein vom “Deutschen Institut für Bautechnik” zugelassenes raumluftunabhängies Modell handeln, eine externe Verbrennungsluftzufuhr allein ist nicht ausreichend! Alternativ kann wohl auch ein sogenannter “Unterdruckwächters”, also eine Art “Notabschaltung” für die Lüftung, installiert werden. Wir haben uns aus mehreren Gründen dagegen entschieden: Zum einen kann ein defekter Wächter die komplette Lüftungsanlage lahm legen, zum anderen ist es bei den heutigen extrem “luftdichten” Häusern sowieso besser, den für das Feuer benötigten Sauerstoff nicht dem Wohnraum zu entziehen zumal der Luftbedarf des Ofens auch die Luftmengenregelung der Lüftungsheizung aus dem Gleichgewicht bringen kann. Letzteres ist extrem schwer nachweisbar bzw. zu widerlegen, daher wollten wir hier kein Risiko eingehen, falls die Lüftungsheizung mal nicht ordentlich arbeiten sollte.

Summa summarum sind wir mit unserer Entscheidung für die Lüftungsheizung sehr zufrieden und würden sie wieder so treffen, was neben den erwähnten Vorteilen in erster Linie auch damit zusammenhängt, dass wir uns der Nachteile bereits im Vorfeld bewußt waren.

Was ich noch vorhabe, ist die bereits oben kurz erwähnte Nutzung von Erdwärme ohne Tiefenbohrung. Hierbei möchten ich mir das Prinzip zunutze machen, dass bereits ab dieser geringen Tiefe zu jeder Jahreszeit eine recht konstante Temperatur herrscht (so um die 10°C). Detaillierte Informationen zu diesem Thema gibt es bei netec Energietechnik. Ob’s funktioniert, weiß ich noch nicht, bis jetzt habe ich lediglich ca. 100m PE-Rohr in ca. 1,5 – 2m Tiefe vor dem Verfüllen am Haus entlang gelegt und mir außerdem einen Wärmetauscher in die Frischluftzufuhr einbauen lassen. Bis ich mich weiter damit beschäftige, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen.

9 Antworten zu “Heizung und Warmwasser”

  1. Norman sagt:

    Hallo!
    Habt Ihr von 2009 schon eine Abrechnung bzw. Verbrauchswerte?
    Währe ja mal interessant!
    Ich habe meine schon auf meinem Bolg stehen ;)

    Gruß,
    Norman

  2. Hallo,

    habe mit grossem Interesse Eure Heizungslösung gelesen.
    Wir sind aus Hamburg und wollen im Frühjahr 2011 unser jetziges Wohnhaus (1930) abreißen und auf dem Grundstück ein 3-Familienhaus bauen. ev. mit WEBER oder SCHWÖRER.
    Gerade bei Schwörer wird die Luft-Luft-Wärmepumpe mit Trinkwasserwärmepumpe sehr häufig eingebaut.
    Gleichzeitig überlegen wir einen wassergeführten Kaminofen mit anzuschliessen (Warmwasser zusätzlich aufheizen) und auch eine Sole-Leitung um den Keller zu verlegen.

    Habt Ihr für 2009 / 2010 schon Verbrauchszahlen ?

    Eure Meinung wäre für unsere Entscheidung sehr hilfreich.
    Wir finden die Lösung über Lüftung zu heizen eigentlich gut, wenn da nicht die Stromkosten wären.
    Ausserdem will ich auch nicht zu viel Technik im Haus haben, da alles mal kaputt gehen kann.
    Wir haben in unseren Ferienhäusern 2 Brennwert-Gasgeräte laufen, die doch sehr anfällig sind.

    Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg

    Birgit & Hans-Jörg Nußbaum

  3. Jörg sagt:

    Hallo Ihr Beiden,

    danke für die Erinnerung, Norman hatte ja auch schon nach den Verbrauchswerten gefragt, aber damals hatte ich die aktuelle Abrechnung noch nicht und irgendwie das Thema dann auch wieder ganz vergessen. Hier also die Zahlen von der Saison 2009-2010 (bei uns läuft der Abrechnungszeitraum immer von Juni-Juni):

    Stromverbrauch Wärmepumpentarif (Lüftungsheizung, Trinkwasserwärmepumpe): 2.700 kWh pro Jahr, davon ca. 3/5 im günstigen Nachttarif (20:00 – 06:00).

    Dazu kommen noch ca. 2-3 Raummeter Holz für den Kaminofen, ist aber schwer zu schätzen, da wir neben Holz oft auch Holzbriketts verwenden (da muß man nicht so oft nachlegen – Faulheit siegt).

    Außerdem haben wir ja noch die Solaranlage auf dem Dach, die lt. KfW-Berechnung ca. 50% der für Warmwasserbereitung nötigen Energie liefert. Ich hab’ leider nur einen Betriebsstundenzähler an meiner Anlage, daher krieg ich hier keine verlässlichen Werte.

    Den wassergeführten Kaminofen halte ich übrigens für eine gute Idee, aber in Kombination mit raumluftunabhängig wird das schwer zu bekommen sein.

    Die Soleleitung / Wärmetauscher habe ich übrigens auch noch nicht angeschlossen, ist für dieses Jahr auch nicht mehr geplant.

    Also wir würden sofort wieder eine Lüftungsheizung nehmen. Auch die Stromkosten halten sich in Grenzen, wobei es hier regional starke Unterschiede gibt, da es am Strommarkt bei diesen Tarifen noch überhaupt keinen Wettbewerb gibt. Außer den jeweils lokalen Stromversorgern bietet das meines Wissens derzeit niemand an.

    Gruß

    Jörg

  4. Hallo Jörg,

    vielen Dank für deine detailierten Ausführungen. Der Stromverbrauch ist ja akzeptabel.
    Mich würde noch eins interessieren, was ich aus deiner Homepage noch nicht rausbekommen habe.

    Die Solaranlage :
    Wieviele qm habt Ihr auf dem Dach ?
    Art der Kollektoren Röhre oder Flach ?
    Wieviele Personen nutzen das warme Wasser ?
    Wie gross ist der Speicher ?
    Welcher Hersteller für Speicher und Kollektoren ?

    Ich denke wir werden auch ein Blog mit unserem Hausbautagebuch anlegen. Man kann ja immer dazu lernen ….

    Grüße aus Hamburg
    Hans-Jörg

  5. Jörg sagt:

    Hallo Hans-Jörg,

    auweia, da stellst Du unser “Ablagesystem” (sofern man es als solches bezeichnen kann) auf eine harte Probe… hoppla, muß mich korrigieren, Claudi hat’s schon gefunden, also:

    4,8qm Flachkollektoren Buderus SKN 3.0
    Speicher ist eine Proxon TWWP270 mit 270l Speichervolumen, den wir zu zweit nutzen.

    Falls Ihr auch anfangt zu bloggen, schickt uns bitte den Link, wir sind immer neugierig.

    Gruß

    Jörg

  6. Boris sagt:

    Hallo Jörg,
    wir haben vergangenes Jahr ein Häuschen gebaut, nun bin ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten der Solaranlage von Buderus.

    Wir haben ebenfalls 2 Flachkollektoren SKN 3.0 auf dem Dach, mit einem 300l Speicher.
    36° Neigung, 5° aus der Südachse raus

    Mich würde mal interessieren welche Ausrichtung und Neigung ihr habt, und welche max.Temperaturen momentan in Sommer erreicht werden!?

    Ich komme gerade mal auf knapp über 65°C, ich finde dass das ein bischen wenig ist? (im Winter an schönen Tagen ca.35°C)

    Mfg Boris

  7. Claudi sagt:

    Hallo Boris,

    ich melde mich mal stellvertretend für Jörg: wir haben eine Dachneigung von 38 Grad und volle Südausrichtung der Kollektoren – also perfekt :-)

    Meinst Du Kollektortemperatur 65 Grad oder Wassertemperatur 65 Grad? Wir haben im Sommer so hohe Temperaturen, dass die Anlage abschaltet, denn der Speicher (270 l) heizt nur bis 70 Grad – so haben wir es eingestellt.

    Kollektortemperatur habe ich definitiv schon 3-stellig gesehen.

    Grüße
    Claudi

  8. Boris sagt:

    Schon mal Danke für die Info Claudi,
    Wassertemperatur steigt nur bis 65Grad, aber auch die Kollektortemperatur liegt bei max. 67Grad.
    Ich werde da bei unserem Bauträger nochmal nachhaken!

    Mfg Boris

  9. Jörg sagt:

    Hallo Boris,

    die Rahmenbedingungen sind auf jeden Fall vergleichbar (wir liegen auch nicht ganz perfekt auf Südachse). Spontan würden mir zwei mögliche Ursachen einfallen:
    - Zu viel Luft in der Anlage. Bis zu einem gewissen Grad entlüftet sich die Anlage selbst, bei zu viel Luft muß man m.W. auf’s Dach.
    - Eine andere Möglichkeit wäre zu wenig Druck im System. Bei uns sind’s 2 bar, unter 1 bar wird’s problematisch.

    Würde uns freuen, wenn Du uns auf dem Laufenden hälst, was Dein Bauträger meint.

    Gruß

    Jörg