Die Vorgeschichte

(Claudi)

Schon im letzten Jahrtausend hatten Jörg und ich vorübergehend einmal den Wunsch nach den eigenen vier Wänden gehegt. Daraufhin haben wir eifrig die Immoanzeigen studiert und waren mit diversen Maklern zugange, haben viele der gemachten Vorschläge anhand von Preis, Lage und anderen Gegebenheiten im Vorfeld wieder aussortiert und schliesslich nur zwei Häuser tatsächlich angeschaut. Das eine war ein wunderschönes altes Fachwerkhaus in Berglage mit riesigem Grundstück direkt unterhalb des Waldrandes in Bad Teinach. Bei unserem ersten Besuch herrschte gutes Wetter und wir waren von der tollen Aussicht und den großen Räumen, den kunstvollen bunten bleiverglasten Scheiben fasziniert. Desgleichen von einer Art Freitreppe, die in den Garten führte. Im Lauf der Besichtigung ist unsere rosa Brille dann doch etwas verblasst, da sämtliche Versorgungsleitungen uralt und auf Putz verlegt waren, es durch sämtlich Ritzen zog und uns doch der Verdacht kam, dass da noch unendlich viel zu tun wäre. Beim zweiten Besuch kam mein Papa mit, der damals noch lebte. Sein Blick unters Dach brachte uns dann endgültig von irgendwelchen Kaufgedanken ab. Der Holzwurm hatte sich schon fleissig durchs Gebälk gearbeitet und es wäre auch eine komplette Dachsanierung fällig gewesen.

Das zweite Haus in Wildberg hatte eine schöne Lage oben auf dem Berg, war aber ein Flachdachbungalow mit äusserst wenig Garten – eigentlich nur eine kleine zugewachsene Terrasse und furchtbar viel Weg ums Haus herum. Irgendwie blieb da kein rechter Platz für eine eigene Gartengestaltung. Also auch abgehakt. Irgendwann verloren wir dann die Lust am Suchen und haben das Thema “Hauskauf” wieder ad acta gelegt.

Sylvi und ich haben uns vor seeeeehr seeeehr langer Zeit schon einmal mit dem Gedanken “gemeinsam bauen” befasst – halb im Spaß und halb ernsthaft. Letztlich haben wir uns dann aber doch nie konkret damit auseinandergesetzt.

Ende 2006/Anfang 2007 kamen Sylvi und Stefan in die Phase, sich nach etwas Eigenem umzuschauen – verbunden mit einem ähnlichen Ablauf: viele Inserate lesen, mit Maklern telefonieren und Hausbesuche absolvieren. Die beiden legten hier deutlich größere Ausdauer in Sachen Besichtigungen an den Tag und hatten auch das eine oder andere entdeckt, was durchaus in Frage gekommen wäre. Einmal waren wir sogar noch zusammen unterwegs, um uns “Objekte” anzuschauen. Am Ende hätten sich die beiden für ein schönes Haus mit toller Ausstattung entschieden (lustigerweise gerade mal 2 Straßen weiter von unserem heutigen Bauplatz), allerdings bekamen den Zuschlag dann andere Interessenten. Im Nachhineien betrachtet bin ich nun sogar froh darüber, obwohl die beiden anfangs schon ein wenig traurig waren.

Nun kam der alte vergrabene Gedanke an ein gemeinsames Bauvorhaben wieder an die Oberfläche und es wurden auch die Männer etwas mehr mit dieser Vorstellung vertraut gemacht. Da keiner aktiven Widerstand leistete, kam die Sache ins Rollen…

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